Alles zu teuer: Markus Söder will den SR abschaffen

Bad Staffelstein/Saarbrücken – In einer Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion im Kloster Banz plädierte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder für weitreichende Einschnitte im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er forderte unter anderem die Abschaffung des Saarländischen Rundfunks und lehnte jegliche Erhöhung der Rundfunkgebühren kategorisch ab.

Söder betonte, dass er im Falle von Abstimmungen zu Rundfunkgebührenerhöhungen eine ablehnende Haltung seiner Partei empfehlen würde. Seinen Sparvorschlägen zufolge sollen mindestens 20 Sender, darunter der Saarländische Rundfunk, gestrichen werden. Er schlägt eine Integration des SR in den Südwestrundfunk vor, eine Fusion, die bereits bei anderen Sendeanstalten in der Vergangenheit praktiziert wurde.

Die Diskussion um die Zukunft des SR ist nicht neu. Schon seit der Zusammenlegung des Süddeutschen Rundfunks und des Südwestfunks zum SWR im Jahr 1998 gibt es Überlegungen, auch den SR in diese größere Anstalt zu integrieren. Befürworter argumentieren, dass dadurch vor allem im Verwaltungsbereich Kosten eingespart werden könnten.

Dieser Vorschlag kommt zu einer Zeit, in der der SR finanzielle Herausforderungen zu bewältigen hat. Trotz Einnahmen von 138,5 Millionen Euro im Jahr 2022, hauptsächlich aus Rundfunkgebühren und Werbeeinnahmen, verzeichnet die Anstalt ein Defizit von 1,1 Millionen Euro. Intendant Martin Grasmück führt das Minus auf zusätzliche Ausgaben für Wahlen, Sportevents und Investitionen in digitale Projekte zurück (wir berichteten an dieser Stelle davon).

Die Äußerungen Söders sorgen für Gesprächsstoff und kontroverse Diskussionen sowohl innerhalb der politischen Landschaft als auch unter den Bürgern, die die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Saarland betreffen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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