Polizei zieht Hyundai i30N mit illegalem Luftfahrwerk aus dem Verkehr

Nordsaarland / Hoppstädten-Weiersbach – (Bildergalerie am Ende des Beitrages) In der Nacht zum 24. Februar 2024 fiel Beamten der Polizeiinspektion Birkenfeld auf dem Gelände der Esso-Tankstelle in Hoppstädten-Weiersbach (liegt direkt an der saarländisch-rheinland-pfälzischen Grenze) ein offensichtlich modifizierter Hyundai i30N auf. Bei der Kontrolle des Fahrzeugs stellten die Beamten fest, dass das Fahrzeug mit einem Luftfahrwerk (Airride) ausgestattet war, das in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 eingetragen war.

Luftfahrwerke ermöglichen es, die Höhe des Fahrzeugs durch elektronische Steuerung, wie Fernbedienungen oder Smartphones, zu verändern. Sie unterliegen strengen sicherheitstechnischen Anforderungen, wie akustischen Warnsignalen bei Abweichungen des Betriebsdrucks und Notlaufeigenschaften bei Systemausfall.

Bei der Überprüfung des Hyundai i30N entdeckten die Polizeibeamten jedoch signifikante Sicherheitsmängel. Insbesondere hatten die Räder bei einer Fahrwerkseinstellung von 0,0 Bar und einer Lenkeinstellung von weniger als einem Viertel Umdrehung Kontakt mit der Innenseite des Kotflügels, was auf den Ausbau oder die Manipulation der Federwegsbegrenzer hindeutet. Ebenso wurde festgestellt, dass bei Abweichung des eingetragenen Betriebsdrucks kein Warnsummer aktiviert wurde.

Aufgrund dieser Mängel wurde der Hyundai i30N sichergestellt und wird nun einer Prüfstelle zur Begutachtung vorgeführt. Sollten die polizeilichen Feststellungen durch einen Gutachter bestätigt werden, drohen dem Fahrzeugführer und dem Fahrzeughalter Geldbußen im dreistelligen Bereich sowie Punkte in Flensburg. Zudem werden die Kosten für den Gutachter und den Abschleppdienst dem Fahrzeugführer in Rechnung gestellt. Der notwendige Umbau des Fahrzeugs könnte sich als der größte Kostenfaktor erweisen, da dieser oft mehrere tausend Euro für Material und Arbeitslohn umfasst.

Originalaufnahme – Fernbedienung des Systems

Die Polizei warnt daher eindringlich vor derartigen illegalen Fahrwerksmodifikationen und rät, solche Umbauten nur von Fachfirmen durchführen zu lassen und stets die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Dies dient nicht nur der Sicherheit im Straßenverkehr, sondern schützt letztlich auch den Geldbeutel der Fahrzeugbesitzer. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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