Stundenlanger Nervenkrieg: Messer-Mann von SEK überwältigt

Beitragsupdate (15:43 Uhr): Völklingen – Fast drei Stunden lang hielt er die Einsatzkräfte in Atem, dann überwältigte ihn das SEK – das berichtet das Online-Portal „Breaking News Saarland“. Ende einer Bedrohungslage im Völklinger Stadtteil Wehrden am heutigen Mittwochnachmittag (wir berichten). Es ist 12 Uhr, als ein 40 Jahre alter Mann in der Wohnung seiner Mutter in einem der Hochhäuser in der Kleine Bergstraße durchdreht.

Der Mann schnappt sich ein Messer und bedroht damit die eigene Mutter! Anwohnern zufolge ist es nicht das erste Mal, dass der Mann Probleme macht. Die Mutter kann sich unverletzt in Sicherheit bringen, ihr Sohn verbarrikadiert sich im Gebäude. Nachbarn wählen schließlich den Notruf, die Polizei umstellt das gesamte Hochhaus.

Der 40-Jährige zeigt sich in der Folge immer wieder an einem Fenster, unterhält sich mit den Polizisten fünf Stockwerke unter ihm. Zu seinem Schutz baut die Freiwillige Feuerwehr einen sogenannten Sprungretter auf. Nicht nur die Elitebeamten des Spezialeinsatzkommandos rücken an, sondern auch die Experten der Verhandlungsgruppe. Letztere bringen den Einsatz entscheidend voran: Die besonders geschulten Beamten rufen auf dem Festnetztelefon der Mutter an. Sie reden dem Mann gut zu und gewinnen so sein Vertrauen. Einer der Verhandlungskräfte muss dem Mann am Fenster zuwinken, kurz darauf entfernt sich der 40-Jährige dann. Als er wieder zurück zum Fenster gehen will, wird er vom SEK gegen 14.45 Uhr überwältigt. Er leistet keinen Widerstand, niemand wird verletzt.

Nach einer kurzen Untersuchung durch den Leitenden Notarzt wird der Mann sitzend in den Rettungswagen verbracht. Der bringt ihn unter Polizeischutz in eine psychiatrische Einrichtung, wo dem Völklinger nun professionell geholfen werden kann. Vor Ort im Einsatz ist auch die Unterbringungsbehörde des Regionalverbands, die nun darüber entscheiden wird, wie es mit dem 40-Jährigen weitergehen soll.

Ursprünglicher Beitrag (13:26 Uhr): Völklingen – Im Völklinger Stadtteil Wehrden kommt es aktuell zu einem Großeinsatz für die Polizei, die Feuerwehr und den Rettungsdienst wegen einer Bedrohungslage. Zuerst hatte die Saarbrücker Zeitung über den noch laufenden Einsatz berichtet. Seit dem Mittag hat sich ein Mann in einer Wohnung eines Hochhauses in der Kleine Bergstraße verbarrikadiert. Er soll ein Messer bei sich haben, es besteht die Gefahr, dass er sich oder anderen etwas antun könnte. Nach der Meldung durch Anwohner eilen zunächst zahlreiche Streifenwagen zum Ort des Geschehens.

Der Mann öffnet die Tür im fünften Stock nicht, kommt aber an sein Fenster, um mit den Beamten zu reden. Die Freiwillige Feuerwehr rückt mit den Löschbezirken Stadtmitte, Luisenthal und Wehrden aus. Unter dem Fenster stellen die Helfer einen sogenannten Sprungretter auf, falls der Mann in die Tiefe fallen oder springen sollte. Außerdem steht ein Drehleiterwagen in unmittelbarer Nähe bereit. Auch für den Fall, dass der Mann im Gebäude Feuer legen sollte, sind die Helfer vorbereitet. Mittlerweile ist das Spezialeinsatzkommando aus Saarbrücken vor Ort eingetroffen. Die Elitebeamten umstellen das Gebäude mit Waffen im Anschlag, gehen unter anderem mit einer Türramme in das Hochhaus.

Außerdem ist die Verhandlungsgruppe der Polizei vor Ort. Die besonders geschulten Beamten sollen versuchen, den Mann zur Aufgabe zu bewegen. In einer Seitenstraße warten sowohl ein Rettungswagen als auch ein Notarztfahrzeug der DRK-Wache Völklingen, um für den Fall der Fälle schnelle Hilfe leisten zu können.

Aktuell verhält der Mann sich ruhig, Nachbarn zufolge ist es allerdings nicht das erste Mal, dass es Probleme mit dem Mieter im Haus gegeben hat. In den Straßen rings um den Ort des Geschehens kommt es teilweise zu Sperrungen. Wie lange der Einsatz noch dauern wird, ist unklar. JExTZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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