Mega-Summe: Saarland will 230 Millionen Euro in Schulen investieren

Saarbrücken – Die Landesregierung des Saarlandes hat ein ambitioniertes Schulbauprogramm namens „BAUSTEIN“ ins Leben gerufen, das von Bauminister Reinhold Jost und Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot vorgestellt wurde. Mit einem Gesamtvolumen von mindestens 232,85 Millionen Euro, das Bundes-, Landes- und EU-Fördermittel kombiniert, zielt das Programm darauf ab, die kommunalen Schulgebäude durch Ausbau, Umbau, Sanierung, Modernisierung und energetische Ertüchtigung zu verbessern. Auch Neubauten werden gefördert, wobei die Möglichkeit des seriellen und modularen Bauens besonders berücksichtigt werden soll.

Ein besonderer Fokus des Programms liegt auf der Soforthilfe zur Sanierung von Sanitäranlagen und Toiletten in Schulen, für die 15 Millionen Euro bereitgestellt werden. Bauminister Jost betonte die Bedeutung dieser Maßnahmen für das Wohlbefinden der Schüler, während Bildungsministerin Streichert-Clivot die Rolle moderner Schulen für eine positive Lernumgebung und den Einsatz zeitgemäßer Technologien hervorhob. Das Investment in die Schultoiletten ist bitter notwendig, wenn man sich den aktuellen Zustand vieler Toiletten an den Saar-Schulen verdeutlicht: Kabinen sind nicht absperrbar, es fehlt an Seife und Spiegeln, vielerorts fehlen Toilettenbrillen.

Die finanzielle Unterstützung durch das Programm ist vielfältig und soll sicherstellen, dass möglichst viele Projekte realisiert werden können, ohne die Übersichtlichkeit und eine schnelle, unbürokratische Abwicklung zu gefährden. Kommunen werden dabei durch Förder- oder Projektlotsen unterstützt. Minister Jost sieht in dem Programm zudem eine Wertschätzung gegenüber den Unternehmen in der Region und einen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen.

Bildungsministerin Streichert-Clivot unterstrich die Bedeutung des Programms für die Chancengleichheit im Bildungswesen. Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung und das Startchancenprogramm sollen helfen, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg zu mildern und gleichzeitig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern.

Trotz der positiven Resonanz vonseiten der Landesregierung stieß das Programm auf Kritik der Saar-CDU, die es als unzureichend und nicht innovativ genug bezeichnete, insbesondere im Vergleich zu früheren Initiativen wie dem Saarland-Pakt. Die CDU monierte, dass das Programm nicht die versprochenen Inhalte liefere und somit hinter den Erwartungen zurückbleibe. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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