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Pokalspiel im Ludwigspark – KSC-Fans hielten Polizei auf Trab

Saarbrücken – Ein mitreißendes Fußballspiel zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem Karlsruher SC lockte gestern Abend rund 14.000 begeisterte Fußballfans in das nahezu ausverkaufte Ludwigsparkstadion (nur auf der VIP-Tribüne blieben einige Plätze leer). Doch das sportliche Geschehen war nicht die einzige Aufmerksamkeit des Abends. Rund 600 Polizeieinsatzkräfte aus dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg sorgten für die Sicherheit der Besucher, während die An- und Abreise der Fans auch Verkehrsstörungen mit sich brachte.

Die Begegnung im Ludwigsparkstadion war nicht nur für die Fußballfans ein Highlight, sondern auch für die Polizeikräfte, die gemeinsam die Sicherheit gewährleisten mussten. Die Anreise der zahlreichen Fans gestaltete sich größtenteils problemlos, allerdings führte die hohe Anzahl an Fahrzeugen und die erhöhte Präsenz im Berufsverkehr zu Störungen, insbesondere im Stadtzentrum von Saarbrücken. Polizeikräfte begleiteten die Fans aus Karlsruhe, die mit der Bahn angereist waren, vom Hauptbahnhof zum Stadion, wobei kurzfristige Straßensperrungen im Bereich des Ludwigskreisels und der Westspange zu kurzzeitigen Rückstaus führten.

Während des Spielverlaufs sorgten einige Fans des Karlsruher SC für Aufsehen, als sie pyrotechnische Gegenstände sowie Rauchbomben zündeten. Die Polizei wird nach genauer Auswertung der Videoaufnahmen Ermittlungsverfahren einleiten. Dennoch blieb die Stimmung größtenteils friedlich, und schwerwiegende körperliche Auseinandersetzungen blieben aus. Auch weil die FCS-Fans während der 90 Minuten vorbildlich ihr Team angefeuert haben und auf den Einsatz von Pyrotechnik in Gänze verzichteten.

Nach Spielende kam es allerdings zu einer körperlichen Auseinandersetzung in der Camphauser Straße vor dem Stadion, an der nach vorläufigem Kenntnisstand Fans aus Karlsruhe und Ordnungskräfte beteiligt waren. Durch gezielte Lautsprecherdurchsagen und das rasche Eingreifen der Polizei konnte die Lage schnell beruhigt werden. Anschließend wurden die Karlsruher Fans unter Begleitung zum Hauptbahnhof geführt. Ein Fan erlitt Verletzungen durch einen explodierenden Böller. Im späteren Verlauf wurden im Bereich der Hafenstraße aus Gründen der Gefahrenabwehr die Personalien von über 30 Personen festgestellt, um potenzielle Probleme einzudämmen.

Dennoch: Das Ausmaß der polizeilichen Maßnahmen verwundert doch arg. So muss man sich die Frage stellen, ob es wirklich notwendig ist, einen Polizeihubschrauber eine Stunde vor Spielbeginn bis weit nach Abpfiff über der Stadt kreisen zu lassen. Wenn die Polizeigewerkschaft die Frage nach den Kosten aufwirft, so muss hier zumindest ebenso erlaubt sein zu hinterfragen, ob die Einsätze tatsächlich der Verhältnismäßigkeit entsprechen.

Die Mannschaft des FCS feiert den 2:1 Siegtreffer vor der heimischen Fankurve

Insgesamt war der Pokalabend aber geprägt von spannendem Fußball, aufregender Stimmung und einem hohen Maß an Sicherheitsmaßnahmen seitens der Polizei. Der 1. FC Saarbrücken hat die Partie mit 2:1 gewonnen und zieht somit in die 2. Runde des DFB-Pokals ein. Die Vorfreude der Fans auf weitere packende Spiele bleibt ungebrochen, während die Behörden daran arbeiten, auch in Zukunft für einen sicheren und störungsfreien Ablauf solcher Veranstaltungen zu sorgen.

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