Bombe in Saarlouis entschärft – Evakuierung aufgehoben

Beitragsupdate 20:30 Uhr – Bombe entschärft! Evakuierung aufgehoben – Die Entschärfungsmaßnahmen konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Die Sperrzone ist ab sofort aufgehoben.

Saarlouis Oberbürgermeister Marc Speicher: „Wenn wir zusammen schaffen, können wir viel erreichen. Wir haben heute in Saarlouis gemeinsam eindrucksvoll gezeigt, zu was diese Stadt zu leisten im Stande ist. Ich danke ausdrücklich allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern, sowie den Bürgern für Ihre Unterstützung und Hilfsbereitschaft.

Der besondere Dank aller Saarlouiserinnen und Saarlouiser gilt den Männern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, die ihr Leben und ihre Gesundheit für die Sicherheit unserer Stadt zu riskieren bereit gewesen sind.“  – so Oberbürgermeister Marc Speicher.

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Updatebeitrag (19:01 Uhr) – Saarlouis – Die Entschärfung der in Saarlouis gefundenen 1000-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gestaltet sich schwieriger als zunächst angenommen. Wie unsere Redaktion aus verlässlichen Quellen erfahren hat, konnten die Spezialisten am Sonntagnachmittag zwar bereits einen ersten Zünder erfolgreich entfernen. Doch ein zweiter Zünder sorgt derzeit für erhebliche Probleme.

Nach Informationen vor Ort soll dieser zweite Zünder nun herausgeschnitten werden – ein aufwendiger Vorgang, der sich noch bis etwa 22 Uhr hinziehen könnte. Sollte es den Experten bis dahin nicht gelingen, den Blindgänger unschädlich zu machen, müssten die Arbeiten abgebrochen werden. In diesem Fall wäre in den kommenden Tagen ein neuer Versuch notwendig.

Unterdessen wächst bei vielen Anwohnern die Ungeduld. Bereits seit dem frühen Sonntagmorgen, gegen 8 Uhr, mussten sie ihre Wohnungen verlassen. Nun, am späten Abend, werden die Stimmen lauter, die eine Rückkehr in ihre Häuser fordern.

Eine kontrollierte Sprengung der Bombe, wie sie zwischenzeitlich als Szenario im Raum stand, soll nach aktuellem Stand am heutigen Abend jedoch nicht durchgeführt werden. Damit bleibt die Hoffnung der Stadt und ihrer Bewohner auf den Erfolg der Entschärfungsexperten bestehen – und die bange Frage, ob die Rückkehr in die Innenstadt noch heute möglich sein wird.

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Updatebeitrag (17:45 Uhr): Die Entschärfung der 1.000 Kilogramm schweren US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Saarlouis dauert weiter an. Eigentlich sollten am Sonntagmorgen ab 8 Uhr alle Anwohner im Umkreis von 800 Metern um den Fundort ihre Wohnungen verlassen haben. Doch gegen Mittag befanden sich nach Angaben der Stadt noch immer Menschen illegal innerhalb der Sperrzone. Dadurch verzögerten sich die Arbeiten erheblich.

Erst um 12.32 Uhr konnte der Kampfmittelräumdienst mit den Entschärfungsmaßnahmen beginnen. Seither arbeiten die Spezialisten ununterbrochen an der Bombe. Um 16.05 Uhr veröffentlichte die Stadt ein Update: Demnach kommt inzwischen Spezialgerät aus Hessen zum Einsatz, um die Arbeiten abzusichern und fortzuführen. Die Entschärfung wird sich voraussichtlich noch bis in die Abendstunden hinziehen.

Sollte es nicht gelingen, die Bombe unschädlich zu machen, bleibt als letztes Mittel nur eine kontrollierte Sprengung. Dabei würde die Bombe mit einer geringen Menge Sprengstoff gezielt zur Detonation gebracht. Um die Wirkung abzumildern, werden rund um den Fundort große Sand- oder Erdschichten aufgeschüttet, die Splitter und Druckwellen abfangen sollen. Dennoch wäre ein lauter Knall hörbar, möglicherweise auch in benachbarten Stadtteilen.

Für die evakuierten Anwohner stehen weiterhin die Mehrzweckhallen in Lisdorf und Vogelsang als Aufenthaltsorte bereit. Die Stadtverwaltung bittet eindringlich darum, die Sperrzone nicht eigenmächtig zu betreten und die Absperrungen konsequent einzuhalten. Eine genaue Uhrzeit für den Abschluss der Maßnahmen nannten die Behörden bislang nicht.

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Vorheriger Beitrag (9:18 Uhr):  In der Saarlouiser Innenstadt herrscht am Sonntagmorgen (14. September 2025) eine gespenstische Ruhe. Straßen und Plätze sind wie leergefegt, während Einsatzkräfte der Polizei, Feuerwehr und Hilfsdienste die Sperrzone kontrollieren. Grund ist die Entschärfung einer 1.000 Kilogramm schweren US-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, die im Grenzgebiet zwischen Lisdorf und der Innenstadt entdeckt worden ist.

Seit 7 Uhr läuft die groß angelegte Evakuierung. Im Umkreis von 800 Metern um die Fundstelle ist der Aufenthalt streng verboten. Noch um 8 Uhr sind die Einsatzkräfte damit beschäftigt, die letzten Personen aus der Sperrzone zu geleiten. Wer sich weigert, muss mit Zwangsmaßnahmen rechnen. Die Stadt Saarlouis informiert in einem Live-Ticker regelmäßig über den aktuellen Stand.

Rund um die Sperrzone gleichen die Straßen einer Geisterstadt. Häuser, Gärten, Wege und Plätze sind verlassen, auch der Verkehr ist eingestellt. Die Evakuierung gilt für die gesamte Dauer der Entschärfungsarbeiten. Sobald die Bombe erfolgreich unschädlich gemacht ist, will die Stadt die Bevölkerung unverzüglich über die Aufhebung der Sperrzone informieren.

Die Arbeiten am Blindgänger laufen derzeit unter Hochdruck. Fachleute des Kampfmittelräumdienstes sind vor Ort und bereiten die Entschärfung vor. Noch ist unklar, wie lange der Einsatz dauern wird. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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