Sieben ausreisepflichtige Straftäter halten sich weiter im Saarland auf
Im Saarland halten sich derzeit weiterhin mehrere Personen auf, die ausreisepflichtig sind und zugleich wegen schwerer Straftaten auffällig wurden. Nach aktuellen Angaben des Innenministeriums betrifft dies mindestens sieben sogenannte Intensiv- oder Mehrfachtäter. Drei von ihnen befinden sich aktuell in Haft, während vier weitere nicht in Gewahrsam sind. Deren Aufenthaltsorte seien den Behörden jedoch bekannt.
Noch im Herbst des vergangenen Jahres war die Zahl dieser Personen höher. Damals galten neun Menschen im Saarland als vollziehbar ausreisepflichtig und zugleich mehrfach oder schwer straffällig. Inzwischen hat sich diese Zahl reduziert: Eine Person wurde abgeschoben, eine weitere reiste freiwillig aus. Die verbleibenden sieben Personen stehen weiterhin im Fokus der Sicherheits- und Ausländerbehörden.
Den Betroffenen werden unter anderem Delikte wie Raub, Diebstahl, Körperverletzung sowie auch Sexualstraftaten zur Last gelegt. Ziel der Behörden ist es, diese Personen nach Möglichkeit in ihre Herkunftsländer zurückzuführen. Dies gestaltet sich jedoch häufig schwierig, etwa wenn rechtliche Hürden bestehen oder Rückführungsabkommen mit den jeweiligen Staaten fehlen.
Politisch sorgt die Situation weiterhin für Diskussionen. Insbesondere aus der Opposition kommt Kritik am Vorgehen der Landesregierung. Gefordert wird unter anderem eine bessere Erfassung ausreisepflichtiger Straftäter sowie eine stärkere organisatorische Bündelung der Zuständigkeiten.
Andere Bundesländer setzen hierbei auf spezielle Taskforces, um Abschiebungen frühzeitiger und gezielter vorzubereiten. Im Saarland wurden im Jahr 2025 nach offiziellen Angaben insgesamt 45 Personen direkt aus der Haft sowie eine weitere aus einer forensischen Einrichtung abgeschoben. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



