313 Cannabispflanzen in Völklingen entdeckt – zwei Männer in Untersuchungshaft
Völklingen – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Nach dem Großeinsatz am Dienstagmorgen (23. September 2026) in der Zechenstraße in Völklingen sind weitere Details bekannt geworden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Saarbrücken stießen die Ermittler bei den Durchsuchungen auf eine professionell betriebene Cannabisplantage mit insgesamt 313 Pflanzen. Zwei Männer im Alter von 28 und 32 Jahren wurden festgenommen und befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Die sichergestellten Cannabispflanzen hatten bereits eine Höhe von etwa einem bis eineinhalb Metern erreicht. Nach Einschätzung der Ermittler sollte das Cannabis offenbar geerntet und anschließend gewinnbringend verkauft werden. Gegen die beiden Beschuldigten wird wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handeltreibens mit Cannabis in nicht geringer Menge ermittelt. Ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Saarbrücken ordnete Untersuchungshaft an.
Ausgangspunkt der Ermittlungen war nach Angaben der Staatsanwaltschaft ein sichergestelltes Postpaket, in dem sich rund zwei Kilogramm Marihuana befanden. Die anschließenden Ermittlungen führten zu Durchsuchungsbeschlüssen des Amtsgerichts Saarbrücken.
Am Dienstag schlugen die Ermittler schließlich gleichzeitig an mehreren Orten zu. Durchsuchungen fanden neben Völklingen auch in Bayern und im Rhein-Main-Gebiet statt. An dem Einsatz waren unter anderem Beamte des Zollfahndungsamtes Kaiserslautern und der Landespolizeidirektion beteiligt.
Bei Recherchen vor Ort zeigte sich bereits am Vormittag das Ausmaß des Einsatzes. Die Plantage befand sich in einer Halle in der Zechenstraße, die als Lager für Kfz-Ersatzteile genutzt wurde. Ein erheblicher Teil der Räumlichkeiten war offenbar für den Cannabisanbau eingerichtet worden.
Von außen waren zahlreiche dicht nebeneinander aufgestellte Pflanzgefäße zu erkennen. Einsatzkräfte sicherten über Stunden Spuren, entfernten die Pflanzen aus der Anlage und verpackten sie in schwarzen Säcken. Auch in dem unmittelbar angeschlossenen Wohn- und Geschäftshaus „Haus Müller“ waren Ermittler im Einsatz.
Aus der Nachbarschaft gibt es zudem Berichte über auffälligen Betrieb an dem Objekt. Passanten erklärten bei Recherchen vor Ort, dass dort in den vergangenen Wochen regelmäßig mehrere Männer gesehen worden seien. Zudem seien Arbeiten an Fahrzeugen beobachtet worden.
Ob neben dem Ersatzteillager tatsächlich ein weiterer Geschäftsbetrieb stattfand und ob dieser in irgendeinem Zusammenhang mit der mutmaßlichen Cannabisplantage stand, ist bislang ungeklärt. Eine behördliche Bestätigung dafür, dass ein möglicher Geschäftsbetrieb gezielt zur Tarnung der Plantage genutzt wurde, gibt es derzeit nicht.
Mit den beiden Festnahmen sind die Ermittlungen noch lange nicht abgeschlossen. Das sichergestellte Pflanzenmaterial soll toxikologisch untersucht werden. Außerdem werden Mobiltelefone und weitere Spuren ausgewertet sowie zusätzliche Vernehmungen durchgeführt.
Dabei dürfte es unter anderem darum gehen, die Strukturen der mutmaßlichen Bande aufzuklären und herauszufinden, welche Rolle die Durchsuchungsorte in Bayern und im Rhein-Main-Gebiet spielten. Auch der tatsächliche Umfang des mutmaßlichen Cannabishandels ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.
Für die beiden Beschuldigten gilt trotz der angeordneten Untersuchungshaft weiterhin die Unschuldsvermutung. Über eine strafrechtliche Schuld entscheidet ausschließlich ein Gericht. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



























