Die Neuen sind da! Mehr als 160 Nachwuchskräfte starten bei der Saar-Polize
Saarbrücken – Urkunden in der Hand, die Polizeikarriere vor Augen: Mehr als 160 junge Frauen und Männer haben jetzt bei der Polizei im Saarland einen neuen Lebensabschnitt begonnen. In Saarbrücken nahmen die neuen Polizeikräfte am Freitag (25. September 2026) ihre Ernennungsurkunden entgegen – und wurden damit offiziell in die Reihen der Saar-Polizei aufgenommen.
Bei der Feier waren auch Innenminister Reinhold Jost und Eric Schweizer von der Landespolizeidirektion dabei. Besonders stolz zeigte sich die Polizei auf mehr als 20 Nachwuchskräfte, die über die Fachoberschule Polizei den Weg in den Polizeidienst gefunden haben.
Für sie beginnt allerdings nicht direkt der Streifendienst. Die Neuen starten als Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter in den Vorbereitungsdienst für den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Dazu gehört ein Studium, bei dem neben juristischen Grundlagen beispielsweise auch Selbstverteidigung, Schießtraining und praktische Ausbildungsabschnitte auf dem Programm stehen.
Interessant ist dabei besonders der Weg über die noch junge Fachoberschule Polizei. Wer dort die erforderlichen Leistungen erreicht und die weiteren Voraussetzungen erfüllt, kann anschließend ohne erneutes Auswahlverfahren in den Vorbereitungsdienst wechseln. Neben entsprechenden Schulnoten gehören unter anderem Polizeidiensttauglichkeit, eine Zuverlässigkeitsüberprüfung und das Deutsche Sportabzeichen zu den Voraussetzungen.
Die große Zahl der neuen Gesichter kommt für die Saar-Polizei zur richtigen Zeit. Denn hinter dem feierlichen Empfang steckt eine deutlich ernstere Entwicklung: Das Saarland braucht in den kommenden Jahren erheblichen Polizeinachwuchs.
Und Nachwuchs wird dringend gebraucht. Das Saarland will den Personalbestand der Polizei bis 2032 auf 2.900 Stellen erhöhen. Seit 2022 wurden nach Angaben von Innenminister Jost bereits rund 550 Menschen eingestellt.
Gleichzeitig wird es schwieriger, genügend Bewerber zu finden. Für den aktuellen Einstellungsjahrgang gingen lediglich 697 Bewerbungen ein – so wenige wie seit Jahren nicht mehr. 2024 waren es noch 849, 2025 noch 773. Hinzu kommt: Nicht jeder, der die Ausbildung beginnt, beendet sie auch erfolgreich.

Der große neue Jahrgang ist für die Saar-Polizei deshalb eine wichtige Nachricht. Mehr Personal soll künftig für Entlastung sorgen – doch dafür müssen aus den mehr als 160 frisch ernannten Nachwuchskräften zunächst einmal fertig ausgebildete Polizistinnen und Polizisten werden. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



