Inferno auf Blieskasteler Feld: Brennender Mähdrescher löst Großeinsatz aus

Blieskastel – Ein ausgedehnter Vegetationsbrand hat am Sonntagabend einen länderübergreifenden Großeinsatz von Feuerwehren aus Deutschland und Frankreich ausgelöst.

Gegen 20.15 Uhr wurden zunächst mehrere Löschbezirke der Feuerwehr Blieskastel zu einem gemeldeten Flächenbrand im Bereich der L104 zwischen Brenschelbach und der französischen Grenze alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war die gewaltige Rauchsäule kilometerweit sichtbar.

Zunächst gingen die Einsatzkräfte davon aus, dass sich das Feuer auf deutscher Seite befand. Vor Ort stellte sich jedoch heraus, dass der Brand auf einem Feld nahe der Straße D35A in Frankreich ausgebrochen war. Dort hatte zunächst ein Mähdrescher Feuer gefangen.

Die Flammen griffen anschließend auf die trockene Vegetation über und breiteten sich in Richtung eines Waldgebietes aus. Da die französischen Kräfte bereits im Einsatz waren und weitere Unterstützung benötigten, wurde die Hilfe aus Deutschland angefordert.

Gemeinsam mit Feuerwehren aus Blieskastel, Zweibrücken, der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land sowie den französischen Einsatzkräften gelang es schließlich, den Brand unmittelbar vor dem Wald einzukesseln und unter Kontrolle zu bringen.

Die anhaltende Hitze und teils kräftige Windböen erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Neben mehreren Löschfahrzeugen kam auch ein spezielles Waldbrandfahrzeug der Feuerwehr Zweibrücken zum Einsatz, das mit einem 4.000-Liter-Wassertank speziell für Vegetationsbrände ausgerüstet ist.

Bereits am Nachmittag hatten ähnliche Brände die Feuerwehren in der Region beschäftigt. Auf einem Feld bei Zweibrücken-Ernstweiler geriet ebenfalls ein Mähdrescher in Brand und setzte die umliegende, ausgetrocknete Vegetation in Flammen.

Die weithin sichtbare Rauchsäule führte zu zahlreichen Notrufen aus dem Saarland. Zudem mussten Einsatzkräfte einen weiteren Brand an einem Baumstumpf mit angrenzender Waldfläche in Niederwürzbach löschen. Angesichts der anhaltenden Trockenheit mahnen die Feuerwehren zu größter Vorsicht im Umgang mit offenem Feuer und warnen eindringlich vor fahrlässigem Verhalten. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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