
Rund 1.000 Beschäftigte bei Warnstreiks in Dillingen
DILLINGEN. Rund 1.000 Beschäftigte beteiligten sich an fünf Warnstreiks. Die Demonstrationsroute endete mit einer Kundgebung in Dillingen.
Die IG Metall Völklingen berichtete, dass Beschäftigte von Ford Saarlouis, Nemak Dillingen, Nedschroef Beckingen, Nedschroef Fraulautern und LAKAL dem Aufruf gefolgt seien. Die Aktionen fanden demnach am Mittwoch, 4. November 2026, statt.
Am Gleisdreieck machten die Teilnehmer laut Gewerkschaft deutlich, dass sie die Arbeitgeberangebote sowohl in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie als auch im Konflikt bei LAKAL ablehnen. IG-Metall-Bevollmächtigter Lars Desgranges kritisierte, die angebotenen Erhöhungen seien zu niedrig und kämen zu spät; zudem sei die Laufzeit zu lang.
Für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Entgelt und Ausbildungsvergütung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem setzt sie sich nach eigenen Angaben für den Erhalt von Arbeitsplätzen und Standorten sowie eine stärkere Beteiligung der Beschäftigten am wirtschaftlichen Erfolg ein.
Bei LAKAL in Lisdorf gab es laut IG Metall erstmals in der Unternehmensgeschichte einen Warnstreikaufruf. Der Betrieb ist seit 2018 tarifgebunden; die Entgelte lägen deutlich unter dem Niveau des Flächentarifvertrags. Die Gewerkschaft fordert dort eine pauschale Erhöhung um 350 Euro in allen Entgeltgruppen.
Verhandlungsführer Daniel Spengler erklärte, die Angleichung der LAKAL-Entgelte an den Flächentarifvertrag sei bislang schrittweise vorangekommen, werde nun aber von den Arbeitgebern blockiert. Die Beschäftigten erwarteten faire Bezahlung, sichere Arbeitsplätze und verlässliche Zukunftsaussichten, teilte die IG Metall mit. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)






