Großbrand zerstört Lagerhalle in Furpach

Neunkirchen. Am Samstagabend, 23. Januar, gegen 21:30 Uhr, wurde die Feuerwehr Neunkirchen zu einem Lagerhallenbrand in die Ludwigsthaler Straße im Stadtteil Furpach alarmiert.

In einem Handwerksbetrieb brach aus bislang ungeklärter Ursache ein Feuer in einer Lagerstätte aus. Durch die gelagerten Materialien breitete sich der Großbrand rasend schnell aus und griff auf mehrere Gebäudeteile über. Beim Eintreffen der Feuerwehr zündeten die angesammelten Rauchgase durch, woraufhin der gesamte Hallenkomplex in Vollbrand stand.

Mit mehreren Strahlrohren im Außenangriff sowie einer Drehleiter und einem Wasserwerfer konnte die Feuersbrunst schnell niedergeschlagen werden. Durch Trennschleifern wurden unterdessen mehrere Öffnungen in die zahlreichen Garagentore geschnitten um die Brandnester dahinter bekämpfen zu können. Aufgrund der enormen Hitzeentwicklung und der daraus resultierenden Instabilität der Blechhalle war ein Innengriff nicht mehr möglich, zu gefährlich wäre diese Vorgehensweise für die eingesetzten Feuerwehrmänner und -frauen gewesen. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen auf die Ausstellungsräume eines angrenzenden Fenstervertriebes jedoch in letzter Sekunde verhindert werden.

Mit einem Radlader des Technischen Hilfswerkes aus Spiesen-Elversberg konnten zunächst mehrere geparkte Firmenwagen geborgen und im Anschluss die massiven und verformten Blechtore aus ihrer Verankerung gerissen werden. Bei den Nachlöscharbeiten konnte neben einem verkohlten Krad auch ein ausgebranntes Wohnmobil aufgefunden werden. Nach während er Nachlöscharbeiten kam es zum Teileinsturz des Gebäudes. Hierbei sackte die Hallendecke ein und die hintere Fassade neigte sich in nach Innen.

Zur Versorgung der Einsatzkräfte, bei eisigen Temperaturen um den Gefrierpunkt, wurde der DRK Ortsverein Wiebelskirchen zur Einsatzstelle beordert. Zur Absicherung der Einsatzkräfte war neben einem Rettungswagen der Feuerwehr auch das Notarzteinsatzfahrzeug der Innenstadtwache im Einsatz.

Rund 100 Rettungskräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Technischem Hilfswerk waren zur Spitzenzeit im Einsatz. Die Neunkircher Wehr war mit den Löschbezirken Furpach, Ludwigsthal, Wellesweiler, Wiebelskirchen und Neunkirchen-Innenstadt im Einsatz. Die letzten Einsatzkräfte konnten gegen 6:00 Uhr in ihre Gerätehäuser zurückkehren.

Bereits 4 Stunden später, gegen 10:00 Uhr, wurde erneut Alarm an der Einsatzstelle ausgelöst. Anwohner bemerkten erneut eine starke Rauchentwicklung. Die anschließenden Nachlöscharbeiten waren gegen 11:30 Uhr beendet.

Laut Polizeiangaben beläuft sich der Sachschaden auf knapp 1 Million Euro. Die Brandursache wird derzeit durch Brandermittler der Landespolizei untersucht.

Hinweise über verdächtige Beobachtungen erbitte die Polizei Neunkirchen unter 06821 / 20 30.

Foto: BRS / Feuerwehr Neunkirchen

Dies ist eine redaktionell unbearbeitete Mitteilung der Feuerwehr Neunkirchen (Chr. Benkert).

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