„Ostring“-Pläne für Ortsumgehung Fraulautern werden konkret

Saarlouis – In internen Sitzungen der Gemeinderäte von Ensdorf und Schwalbach sowie des Saarlouiser Stadtrates und des Ortsvertrages Hülzweiler wurden in der vergangenen Woche erstmals die aktuellen Pläne für die B269 – Ortsumgehung Fraulautern, dem sogenannten „Ostring“, vorgestellt. Das Projekt ist im Bundesverkehrswegeplan als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft.

Nun liegen konkrete Planungen des Landesbetriebs für Straßenbau (LfS) auf dem Tisch – welche Blaulichtreport Saarland vorliegen. Im Rahmen der Voruntersuchung wurden insgesamt fünf Trassenvarianten geprüft. Drei davon schieden frühzeitig aufgrund erheblicher Nachteile aus. Intensiv betrachtet und gegeneinander abgewogen wurden schließlich zwei mögliche Linienführungen.

Nach Bewertung der Schutzgüter – darunter Umweltaspekte, Auswirkungen auf Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Klima, Landschaftsbild und Mensch – fiel die Wahl auf Variante 2. Diese wurde vom Bundesverkehrsministerium als Vorzugsvariante bestätigt.

Die Trasse der Vorzugsvariante (im unteren Schaubild in türkis markiert) verläuft in Saarlouis zunächst am bestehenden Ostring entlang. Startpunkt ist am Fraulauterner Gewerbegebiet mit Futterhaus, Poco und Wasgau. Von dort führt die Umfahrung über die L343 (Hülzweiler Straße / Fraulauterner Straße) bis kurz vor Hülzweiler. Am Fuße des Saar-Polygons in Ensdorf zweigt eine neu zu bauende Trasse ab, die über die Felder am Gewerbegebiet Fraulautern-Ost vorbei geführt wird. Dort schließt sie wieder an den bestehenden Ostring an, der selbst weiter bis unmittelbar hinter den Steinrausch reicht, wo sich der direkte Autobahnanschluss an die A8 (Anschlussstelle Saarwellingen) befindet.

Die türkisfarbene Trasse soll die finale Ortsumfahrung Fraulautern zeigen – Bild: Landesbetrieb für Straßenbau

Der Zeitplan ist ambitioniert, aber langfristig angelegt. Noch im Herbst 2025 soll ein offizielles Informationsverfahren für die Öffentlichkeit starten. Parallel läuft eine umfassende Verkehrsuntersuchung, deren Ergebnisse 2026 erwartet werden. Ab 2026 sind zudem vertiefte faunistische Untersuchungen sowie die detaillierte Straßen- und Ingenieurbauplanung vorgesehen. Mit einer Genehmigung der Entwurfsplanung rechnet der LfS im ersten Quartal 2027. Die Genehmigungsplanung soll sich bis Anfang 2028 anschließen. Danach soll das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

An dieser Stelle kurz vor Hülzweiler soll die neue Strecke neu gebaut werden – Bild: Apple Karten

Der frühestmögliche Baubeginn ist derzeit für 2030 vorgesehen. Bis dahin stehen noch mehrere Jahre intensiver Planung, Gutachten und Genehmigungsverfahren bevor. Für die betroffenen Kommunen ist die Entscheidung über die Vorzugsvariante ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zu einer Entlastung der innerörtlichen Verkehrsachsen in Fraulautern. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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