Schock in Saarlouis – DRK-Krankenhaus muss Insolvenz anmelden
Saarlouis – Das DRK-Klinikum Saarlouis steht vor einem tiefgreifenden Neuanfang: Der Träger der Einrichtung hat beim zuständigen Amtsgericht die Einleitung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt. Damit will die Krankenhausgesellschaft ihre finanziellen Strukturen ordnen und den Betrieb langfristig sichern.
Für die Patienten sowie das Klinikpersonal soll sich laut Generalbevollmächtigtem Dennis Blank zunächst nichts ändern – die medizinische Versorgung bleibt uneingeschränkt gewährleistet. In den kommenden Monaten soll ein umfassendes Sanierungskonzept umgesetzt werden, das den Fortbestand der „DRK gemeinnützigen Krankenhausgesellschaft mbH Saarland“ sichern soll.
Neben dem Krankenhaus in Saarlouis bleibt auch das Gästehaus in Lebach in Betrieb. Alle rund 800 Arbeitsplätze sollen nach aktuellem Stand erhalten bleiben. Für die Beschäftigten ist übergangsweise die Auszahlung von Insolvenzausfallgeld gesichert.
Als Auslöser der finanziellen Schieflage nennt Blank eine Kombination aus Altlasten und unvorhersehbaren Entwicklungen im Gesundheitswesen. Bereits fest steht, dass die Pflegeeinrichtungen in Dillingen und Hülzweiler zum 31. Januar 2026 schließen werden. Ziel sei es, die Restrukturierung bis zum Frühsommer 2026 abzuschließen und das Unternehmen auf stabile Beine zu stellen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



