Billig über die Grenze: Tanken in Luxemburg ist wieder deutlich günstiger als im Saarland
Saarbrücken/Luxemburg – Wer im Saarland aktuell an die Zapfsäule fährt, reibt sich beim Blick über die Grenze erneut die Augen. An der Globus Tankstelle Saarbrücken – oftmals eine der günstigeren Möglichkeiten im Saarland an Sprit zu gelangen – liegen die Preise spürbar über dem Niveau in Luxemburg.
Während Autofahrer im Saarland für Super, Super Plus und Diesel dieser Tage wieder deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen, locken jenseits der Grenze erneut Preise, die fast schon Urlaubsgefühle auslösen. Kein Wunder also, dass sich der Tanktourismus Richtung Luxemburg wieder lohnt.
Ein Blick auf die Preistafeln macht den Unterschied greifbar: In Luxemburg kostet Super 95 derzeit rund 1,42 Euro, Super Plus etwa 1,51 Euro und Diesel liegt sogar bei rund 1,40 Euro pro Liter. Im Saarland liegen die Preise – etwa an der Referenz-Tankstelle in Saarbrücken – spürbar darüber. Gerade für Pendler und Vielfahrer summiert sich das schnell zu einem erheblichen Unterschied pro Tankfüllung. Wer ohnehin Richtung Norden unterwegs ist, plant den Abstecher zur luxemburgischen Zapfsäule längst fest ein.
Dabei hat sich der Rohölpreis in den vergangenen Monaten vergleichsweise ruhig entwickelt. Nach den starken Ausschlägen der letzten Jahre bewegte sich der Ölpreis zuletzt in einer moderaten Seitwärtsphase. Große Preissprünge nach oben blieben aus, zwischenzeitlich gab es sogar leichte Entlastungen an den Weltmärkten. Dass die Preise an deutschen Tankstellen dennoch höher ausfallen als in Luxemburg, liegt also nur zum Teil am Rohöl – der entscheidende Faktor steckt im Detail.
Der Hauptgrund für den deutlichen Preisunterschied ist die Steuerpolitik. Luxemburg erhebt deutlich geringere Energiesteuern auf Kraftstoffe als Deutschland. Hinzu kommt, dass der Staat die Preise gezielt stabil hält, um den Tanktourismus zu fördern – ein lukratives Geschäft für das Großherzogtum. In Deutschland hingegen schlagen Energiesteuer, CO₂-Abgabe und Mehrwertsteuer voll zu Buche. Diese Abgaben machen einen erheblichen Teil des Endpreises aus und sorgen dafür, dass selbst bei moderaten Rohölpreisen das Tanken teuer bleibt.
So bleibt das bekannte Bild: Während im Saarland an der Zapfsäule gezählt wird, rollen viele Autos mit halb leerem Tank über die Grenze – und kommen vollgetankt zurück. Solange sich an den steuerlichen Rahmenbedingungen nichts ändert, dürfte Luxemburg für Autofahrer aus dem Saarland weiterhin die erste Adresse bleiben, wenn es ums günstigere Tanken geht. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



