Raketen aus dem Saarland: Diehl startet neue IRIS-T-Produktion
Nonnweiler – Am Standort Diehl Defence in Nonnweiler ist eine neue Produktionsstätte in Betrieb gegangen, in der künftig verschiedene Ausführungen des Lenkflugkörpers IRIS-T gefertigt und integriert werden. Das Unternehmen baut damit seine Kapazitäten für eines seiner zentralen Produkte deutlich aus. Die neue Halle dient insbesondere der Endmontage und Integration der Raketen, die sowohl in luftgestützten als auch in bodengebundenen Systemen eingesetzt werden.
Die IRIS-T wurde ursprünglich als moderne Kurzstrecken-Luft-Luft-Rakete für Kampfflugzeuge entwickelt und ist seit Jahren Standardbewaffnung unter anderem für Eurofighter, F-16, Tornado und Gripen. Neben dieser klassischen Rolle gewinnt inzwischen auch die bodengestützte Variante an Bedeutung. Diese wird als Bestandteil moderner Luftverteidigungssysteme genutzt, um Ziele wie Raketen, Marschflugkörper oder Drohnen abzufangen.
Das neue Integrationszentrum in Nonnweiler umfasst rund 3.400 Quadratmeter Produktionsfläche und wurde speziell für die sicherheitsrelevanten Anforderungen der Raketenfertigung konzipiert. Von hier aus sollen künftig unterschiedliche IRIS-T-Varianten die Produktionslinien verlassen. Ergänzend plant Diehl Defence weitere Neubauten am Maasberg sowie an der Betriebsstätte Mariahütte, um Logistik, Fertigung und Montage weiter auszubauen.
Mit dem Ausbau des Standorts reagiert Diehl Defence auf die insgesamt wachsende Nachfrage nach modernen Lenkflugkörpersystemen. Unternehmensweit investiert der Konzern derzeit massiv in zusätzliche Produktionskapazitäten. Ein erheblicher Teil dieser Investitionen fließt ins Saarland, wo Nonnweiler sich zunehmend zu einem zentralen Fertigungsstandort für die IRIS-T-Familie entwickelt. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)




