Gedenkstätte in St. Wendel mit Kot beschmiert – Staatsschutz ermittelt

St. Wendel – Die Gedenkstätte „Ort gegen das Vergessen“ am Panoramaweg in St. Wendel ist in den vergangenen Wochen wiederholt Ziel von Vandalismus geworden. Unbekannte haben die Anlage, die an das ausgelöschte jüdische Leben im Sankt Wendeler Land erinnert, mehrfach mit Kot beschmiert. Die Vorfälle wurden zur Anzeige gebracht, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Bei der betroffenen Gedenkstätte handelt es sich um eine Stele mit Sitzbänken, die Teil eines Netzwerks von insgesamt sieben Erinnerungsorten im Landkreis ist. Diese wurden gemeinsam vom Landkreis und dem Adolf-Bender-Zentrum geschaffen, um an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern und die historische Verantwortung wachzuhalten.

Landrat Udo Recktenwald verurteilte die Taten deutlich. Angriffe auf Gedenkorte seien keine bloßen Sachbeschädigungen, sondern gezielte Attacken auf die Werte der Gesellschaft und die Erinnerungskultur. Der Landkreis werde sich weiterhin gemeinsam mit Partnern für Aufklärung, Demokratie und gegen Antisemitismus einsetzen.

Auch die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Saarland registriert eine zunehmende Zahl entsprechender Vorfälle. Allein seit Januar wurden mehrere Fälle in St. Wendel dokumentiert. Gleichzeitig wird das Engagement aus der Bevölkerung hervorgehoben: Passanten hätten die Verschmutzungen gemeldet, den Ort gereinigt und mit Blumen sowie Kerzen ein Zeichen für aktives Gedenken gesetzt. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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