Nach Pumpenaus in Reden: NABU schlägt Alarm wegen „Fischrettern“

Landsweiler-Reden – Nachdem am Dienstag die Pumpen in den Wassergärten Reden abgeschaltet wurden, warnt der NABU Saar nun eindringlich davor, eigenmächtig Fische oder andere Tiere aus den betroffenen Wasserbereichen umzusetzen. Hintergrund sind offenbar erste Versuche besorgter Bürger, Tiere aus den künftig trockenfallenden Bereichen mitzunehmen und in andere Gewässer auszusetzen.

Wie der NABU erklärt, seien vor allem die warmen Wasserbereiche rund um den sogenannten Mosesgang betroffen. Dort lebten überwiegend Warmwasserfische sowie invasive Arten wie Marmorkrebse und Sonnenbarsche. Heimische Amphibien seien hingegen kaum betroffen, da sie überwiegend in den kühleren Regenwasserteichen des Geländes vorkämen. Diese Teiche würden auch weiterhin bestehen bleiben.

NABU-Landesvorsitzende Corinna Heyer warnt davor, Tiere aus falsch verstandenem Tierschutz in andere Gewässer umzusetzen. Gerade invasive Arten könnten heimische Ökosysteme massiv schädigen. Sonnenbarsche und Marmorkrebse würden unter anderem Froschlaich, Kaulquappen und Libellenlarven fressen und damit heimische Arten bedrohen. Der NABU appelliert deshalb an Besucher, sämtliche Tiere an Ort und Stelle zu belassen.

Nach Angaben der projektverantwortlichen IKS wurden bereits Fachleute beauftragt, sich um die betroffenen Tiere zu kümmern. Die Maßnahmen erfolgen in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde. Gleichzeitig kritisiert der NABU die aus seiner Sicht unzureichende Information der Bevölkerung im Vorfeld. Durch Berichte über das Abschalten der Pumpen seien viele Menschen erst kurzfristig auf die Situation aufmerksam geworden und hätten aus Sorge um die Tiere gehandelt. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"

Werbeblock erkannt

Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie Ihren Werbeblocker deaktivieren