Junge Klinik-Azubis sammeln für Kinder: „Wir möchten etwas bewegen“

Saarbrücken/Wadgassen. Acht junge Menschen, eine Projektwoche und ein Ziel, das weit über den Ausbildungsalltag hinausgeht: Auszubildende der Anästhesietechnischen Assistenz (ATA) am Klinikum Saarbrücken haben die Aktion „Lichtblick – Mit Herz für Kinder“ ins Leben gerufen. Im Dezember wollen sie mit verschiedenen Aktionen Spenden sammeln und damit Kindern und Jugendlichen aus dem Haus Mutter Rosa in Wadgassen eine besondere Freude bereiten.

Normalerweise dreht sich die Ausbildung der acht angehenden ATA um Operationssäle, Narkosen und die anspruchsvolle Arbeit rund um die Anästhesie. Während ihrer Projektwoche möchten die Auszubildenden den Blick jedoch bewusst nach außen richten. „Wir möchten im Rahmen unserer Projektwoche etwas bewegen“, erklärt der Kurs. Wichtig ist den Initiatoren dabei eine klare Abgrenzung: Die Spendenaktion wird nicht im Namen des Klinikums Saarbrücken durchgeführt, sondern von den Auszubildenden im Rahmen ihrer Schule organisiert.

Mit dem gesammelten Geld haben die jungen Saarländer einiges vor. Geplant sind gemeinsame Aktivitäten mit den Kindern und Jugendlichen, außerdem sollen Spiele und Bastelmaterial angeschafft werden. Ein besonderer Höhepunkt soll eine Nikolausaktion werden, für die auch Geschenke finanziert werden sollen. Hinter all dem steckt ein einfacher Gedanke: jungen Menschen schöne Momente zu ermöglichen und ihnen zu zeigen, dass andere an sie denken.

Dass die Hilfe in Wadgassen ankommt, hat einen guten Grund. Das Haus Mutter Rosa ist eine Einrichtung der Marienhaus Kinder- und Jugendhilfe und begleitet nach eigenen Angaben rund 180 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in schwierigen Lebenssituationen. Allein im Bereich der stationären Betreuung gibt es mehrere Wohngruppen für Kinder und Jugendliche. Ziel der pädagogischen Arbeit ist es unter anderem, die jungen Menschen im Alltag und bei ihrer persönlichen Entwicklung zu unterstützen und Perspektiven für ein selbstständiges Leben oder eine Rückkehr in ihre Familien zu schaffen.

Für den ATA-Kurs beginnt deshalb jetzt die vielleicht wichtigste Phase des Projekts: Möglichst viele Saarländer sollen von „Lichtblick“ erfahren. Die acht Auszubildenden hoffen auf Menschen, die ein paar Euro beisteuern – aber auch auf diejenigen, die den Spendenaufruf einfach weitertragen. Denn selbst wer momentan nichts geben kann, könne helfen, indem er die Aktion im Familien-, Freundes- oder Kollegenkreis bekannt macht.

Bis Dezember soll auf diese Weise Stück für Stück aus einer Idee ein besonderer Tag für die Kinder und Jugendlichen werden. „Jeder Beitrag, ganz gleich in welcher Höhe, hilft dabei, dieses Projekt Wirklichkeit werden zu lassen“, schreiben die Auszubildenden. Ihre Spendenaktion läuft über GoFundMe unter dem Namen „Projekt Lichtblick“. Direkt zur Spendenaktion „Projekt Lichtblick“ 

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