Nach schwerem A8-Crash: Polizei hat drei mutmaßliche Raser ermittelt

Merzig/Saarlouis – Nach dem schweren Verkehrsunfall auf der A8 bei Merzig am Sonntagnachmittag (13. September 2026) nimmt der Fall eine neue Wendung. Die Polizei geht inzwischen fest davon aus, dass dem Crash ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen vorausgegangen ist. Drei junge Männer im Alter von 20, 22 und 23 Jahren werden dem mutmaßlichen Rennen zugeordnet. Bei ihren Fahrzeugen handelt es sich um einen Mercedes, einen Lamborghini und einen Porsche.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand saß ein 23-Jähriger aus Wallerfangen am Steuer des Mercedes. Er soll während des Rennens kurz hinter der Anschlussstelle Merzig die Kontrolle über seinen Wagen verloren haben. Dabei kam es zur Kollision mit zwei Fahrzeugen unbeteiligter Verkehrsteilnehmer. Der Mercedes-Fahrer und ein 63 Jahre alter Mann aus Wadgassen wurden leicht verletzt, ein weiterer Autofahrer blieb unverletzt.

Zu den weiteren von der Polizei ermittelten Beteiligten gehört ein 22-Jähriger aus Saarlouis mit einem Lamborghini. Nach dem Unfall fuhr der Sportwagen über Trümmerteile auf der Fahrbahn und beschädigte dabei einen Reifen. Dennoch setzte der Fahrer seine Fahrt zunächst fort. Als dritter mutmaßlicher Teilnehmer wird ein 20 Jahre alter Mann aus Wallerfangen geführt, der mit einem Porsche unterwegs gewesen sein soll. Sein Fahrzeug blieb nach Polizeiangaben unbeschädigt.

Die Ermittler haben inzwischen weitreichende Maßnahmen getroffen. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Saarbrücken wurden die dem Rennen zugeordneten Fahrzeuge sowie weitere Beweismittel beschlagnahmt. Außerdem wurde ein Gutachter hinzugezogen, der bei der Rekonstruktion des Geschehens helfen soll. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf sind weiterhin nicht abgeschlossen.

Für die Polizei ist deshalb weiterhin von Interesse, was sich vor dem eigentlichen Zusammenstoß auf der A8 abgespielt hat. Gesucht werden Verkehrsteilnehmer, die Beobachtungen zur Fahrweise von Mercedes, Lamborghini und Porsche gemacht haben. Auch Menschen, die durch die Fahrzeuge gefährdet oder möglicherweise geschädigt wurden, sollen sich melden.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Saarlouis unter 06831/9010 entgegen. Für die drei Männer gilt ungeachtet der laufenden Ermittlungen die Unschuldsvermutung. Gegenstand der weiteren Untersuchungen ist nun unter anderem die genaue Rekonstruktion des mutmaßlichen Rennens und des daraus entstandenen Unfallgeschehens. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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