Großbrand in Wadern – Flammen greifen auf Bauernhaus über

Wadern – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Flammen in der Nacht, Großalarm und ein schwieriger Löschangriff: In der Wederner Straße in Wedern ist in der Nacht zum Donnerstag ein größerer Schuppen an einem ehemaligen Bauernhaus in Vollbrand geraten. Das Feuer griff anschließend auf das Wohngebäude über.

Die Feuerwehr Wadern wurde nach Angaben ihres Pressesprechers David Olmscheid gegen 1.20 Uhr zu einem Wohnhausbrand mit zunächst unklarer Menschenlage alarmiert. Schon auf der Anfahrt zeichnete sich das Ausmaß des Brandes ab. Über dem Ort war eine weithin sichtbare Rauchsäule zu erkennen. Olmscheid berichtet zudem von einem „massiven Flammenschlag“, den die Einsatzkräfte bereits während der Anfahrt sehen konnten.

Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand ein größerer Schuppen hinter beziehungsweise unmittelbar am Wohnhaus massiv in Vollbrand. Nach Angaben der Feuerwehr befand sich darin viel Material und damit eine entsprechend hohe Brandlast. Besonders kritisch: Die Flammen hatten bereits auf das ehemalige Bauernhaus übergegriffen und sich in den Dachbereich vorgearbeitet. Betroffen war dabei auch der Bereich des früheren Heubodens.

Aufgrund des Meldebildes wurde der Einsatz von Beginn an als Brand 4 alarmiert. Damit wurden unmittelbar alle für diese Alarmstufe vorgesehenen Kräfte zur Einsatzstelle gerufen. Insgesamt waren rund 75 Einsatzkräfte vor Ort. Neben Kräften aus Wadern waren unter anderem die Löschbezirke Wadrill, Lockweiler-Krettnich und Noswendel beteiligt.

Die Brandbekämpfung wurde durch die Lage des Gebäudes erheblich erschwert. Das ehemalige Bauernhaus befindet sich in einer kleinen Stichstraße und in zweiter Reihe. Die ersten Einsatzkräfte mussten sich zunächst einen Weg zum Feuer bahnen. Weitere Trupps versuchten, über angrenzende Grundstücke und hinter den Häusern der ersten Reihe an den Brand heranzukommen.

Eine Drehleiter konnte aufgrund der engen und schwer zugänglichen Lage nicht in Stellung gebracht werden. Die Feuerwehr musste deshalb mit handgeführten Strahlrohren und über Steckleitern vorgehen. Gleichzeitig waren mehrere Trupps im Innenangriff eingesetzt, weil sich das Feuer bereits in den Dachbereich vorgebrannt hatte.

Eine weitere Herausforderung war die Wasserversorgung. Zunächst griff die Feuerwehr auf die Löschwassertanks ihrer Fahrzeuge zurück. Anschließend wurde eine rund 400 Meter lange Schlauchleitung bis zur Wadrill aufgebaut. Aus dem Bach wurde zusätzliches Löschwasser zur Einsatzstelle gefördert.

Die zunächst gemeldete unklare Menschenlage konnte glücklicherweise schnell geklärt werden. „Das Gebäude war bei unserem Eintreffen zum Glück menschenleer“, sagte Olmscheid. Verletzt wurde nach Angaben der Feuerwehr niemand. Nach rund eineinhalb Stunden war das Feuer weitgehend unter Kontrolle. Feuerwehrsprecher Olmscheid sprach im Interview von etwa eineinhalb bis zwei Stunden bis zur Meldung „Brand unter Kontrolle“.

Die aufwendigen Nachlöscharbeiten dauerten anschließend weiter an und sollten nach der ersten Einschätzung der Einsatzkräfte voraussichtlich noch bis gegen 5 Uhr laufen. Zur Ursache des Brandes und zur Höhe des entstandenen Sachschadens lagen in der Nacht zunächst keine Angaben vor. Die Polizei Nordsaarland hat Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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