Papst muss an der Lunge operiert werden – Treffen mit Anke Rehlinger abgesagt
Saarbrücken/Rom – Eigentlich wollte Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger am kommenden Samstag Papst Leo XIV. persönlich im Vatikan treffen. Doch daraus wird vorerst nichts. Das 71-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche muss sich einer Operation an der Lunge unterziehen. Die geplante Privataudienz mit der saarländischen Regierungschefin wurde deshalb kurzfristig verschoben.
Wie die Staatskanzlei in Saarbrücken mitteilte, sollte Rehlinger am Samstag, 17. Oktober, zu einer persönlichen Audienz bei Papst Leo XIV. empfangen werden. Begleitet werden sollte die SPD-Politikerin von ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern aus dem Saarland. Für die Delegation wäre die Begegnung mit dem Kirchenoberhaupt ein besonderer Termin gewesen. Nun müssen die Teilnehmer auf eine neue Gelegenheit warten.
Hinter der Absage stehen gesundheitliche Probleme des Papstes. Bei einer medizinischen Routineuntersuchung wurde ein Knoten in seiner Lunge entdeckt. Leo XIV. hatte die Öffentlichkeit am Sonntag selbst darüber informiert. Nach seinen Angaben wurde die Veränderung frühzeitig erkannt und ist örtlich begrenzt. Ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Am heutigen Dienstag wurde der Papst in die römische Gemelli-Klinik aufgenommen. Dort soll der Knoten operativ entfernt werden. Der Eingriff ist für den Nachmittag vorgesehen. Nach Angaben des Vatikans wird mit einem Krankenhausaufenthalt von etwa einer Woche gerechnet. Sämtliche päpstlichen Audienzen bis einschließlich 20. Oktober wurden vorsorglich abgesagt.
Aus Saarbrücken kamen umgehend Genesungswünsche. Die Staatskanzlei erklärte: „Die Ministerpräsidentin wünscht Papst Leo XIV. von Herzen alles Gute für den Eingriff und eine schnelle und vollständige Genesung.“ Ein neuer Termin für die Begegnung soll vereinbart werden, sobald dies möglich ist. Wann Rehlinger ihre Reise nach Rom nachholen kann, steht derzeit noch nicht fest.
Für das Saarland besitzt die geplante Begegnung auch eine besondere religiöse Bedeutung. Nach Angaben der Staatskanzlei ist das Saarland gemessen am Bevölkerungsanteil das katholischste Bundesland Deutschlands. Die katholische Kirche spielt insbesondere in zahlreichen Gemeinden und Vereinen weiterhin eine wichtige Rolle. Die vorgesehene Teilnahme ausgewählter saarländischer Bürger sollte die Begegnung über einen rein politischen Besuch hinaus erweitern.
Papst Leo XIV. selbst gibt sich angesichts des bevorstehenden Eingriffs zuversichtlich. Noch am Montag nahm er reguläre Termine im Vatikan wahr. Auch an seinen geplanten Auslandsreisen im November möchte das Kirchenoberhaupt nach bisherigen Informationen festhalten. Zunächst steht jedoch seine Genesung im Mittelpunkt. Für Anke Rehlinger und die saarländische Delegation heißt es damit vorerst: Der Besuch beim Papst ist nicht aufgehoben, sondern lediglich verschoben. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



