Von „Schweinegeil“ bis „Ei jo hann ich die Pill geholl“: Diese 6 Saar-Videos sind legendär!
Saarland – Klaus Kinski rastet auf Saarländisch aus, Alf bringt die Tanners zur Verzweiflung und ein FCS-Fan erklärt mit einem einzigen Wort seine Gefühlslage: Manche Internet-Videos aus dem Saarland sind längst Kult. Wir haben sechs Clips herausgekramt, deren Sprüche viele Saarländer bis heute kennen.
Saarbrücken – Partysänger Manni Manta hat kürzlich eine Rückkehr zu mehr saarländischem Dialekt gefordert – wir berichteten. Grund genug, einen Blick auf einige der wohl bekanntesten Beispiele saarländischer „Sprachkunst“ im Internet zu werfen. Manche sind derb, andere völlig absurd – und einige haben Sprüche hervorgebracht, die bis heute zitiert werden.
1. Kinski und der „Garten der Sinne“: Klaus Kinski auf Saarländisch – diese Kombination wurde zum Internet-Klassiker. Im synchronisierten Clip fordert der Schauspieler einen „Garten der Sinne“. Noch bekannter wurde allerdings ein anderer Satz daraus: „Dat is doch ebbes Scheenes für die Leid!“ Ein Spruch, der sich im Saarland bis heute erstaunlich hartnäckig hält.
2. „Du haschd se sowieso noch se krein, Freund!“: Auch Kinskis berühmte Wutausbrüche bekamen eine saarländische Neuinterpretation. Schon die Erkenntnis „Ei dat ma mit einem 23-Schlitzeisen net kann en 28er Loch kloppen“ ist bemerkenswert. Hängen geblieben ist aber vor allem die Drohung: „Du haschd se sowieso noch se krein, Freund!“
3. Alf auf Saarlän: dischDer Außerirdische vom Planeten Melmac klingt plötzlich, als käme er direkt aus dem Saarland. Die saarländische Synchronisation der Kultserie „Alf“ liefert ein Sprüchefeuerwerk – einschließlich einer ziemlich ungewöhnlichen Bestellung. Unvergessen: „Weil ich et maahn hann, geht dat nit in deine dumme Kopp renn!“ Und natürlich das bis heute rätselhafte: „Bitte zwiwwel mich Emmes.“
4. Franz Eder und „Uff de Arsch, her!“: Nicht ganz jugendfrei, dafür im Saarland längst Kult: Franz Eder aus Neunkirchen sorgte mit seinem Auftritt im Erotikfilm „Exesse im Fitnesscenter“ unfreiwillig für einen der bekanntesten saarländischen Filmsprüche: „Uff de Arsch, her!“ Bis heute wird die Szene vor allem zu fortgeschrittener Partystunde gerne zitiert. Dass es dafür keinen Oscar gab, ist zumindest aus saarländischer Sicht schwer nachvollziehbar.
5. Mr. Schweinegeil und der FCS: Auch das längst eingestellte SaarTV hinterließ einen echten Internet-Schatz. Ein FCS-Fan lieferte vor der Kamera eine Spielanalyse der etwas anderen Art. „Ich gucke – jeed Johr, leck mich am Arsch“ war schon stark. Doch ein anderer Satz machte ihn endgültig zu „Mr. Schweinegeil“: „Schweinegeil, hundertprozentig schweinegeil!“
6. „Ei jo hann ich die Pill geholl!“ Den vielleicht bekanntesten Saarland-Satz im deutschen Fernsehen lieferte Nadine vor rund 18 Jahren in der SAT.1-Talkshow „Britt“. Auf eine Frage ihres ehemaligen Lovers folgte die inzwischen legendäre Antwort: „Ei jo hann ich die Pill geholl!“ Stefan Raab griff die Szene anschließend bei „TV total“ auf – und der Rest ist saarländische Internetgeschichte.
Ob Kinski, Alf, Franz Eder, Mr. Schweinegeil oder Nadine: Hochdeutsch wäre in diesen sechs Fällen definitiv nur halb so lustig gewesen. Und so lebt der saarländische Dialekt weiter – mit diesen sechs Clips vermutlich für immer in unseren Herzen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



