Busse und Bahnen stehen still: Nächste Streikwelle trifft Saarland
Saarland – Im Tarifkonflikt des öffentlichen Nahverkehrs im Saarland spitzt sich die Lage weiter zu. Für Donnerstag, den 26. März 2026, ist ein landesweiter, ganztägiger Streik angekündigt. Es ist bereits der siebte Streiktag seit Beginn der Auseinandersetzungen – und erneut müssen sich Fahrgäste, Pendler sowie Schülerinnen und Schüler auf massive Einschränkungen einstellen.
Besonders stark betroffen ist die Saarbahn: Am Donnerstag bleiben sämtliche Busse und Bahnen im Depot. Alle 40 Buslinien sowie die Bahnlinie S1 fallen komplett aus. Auch der Schulbusverkehr kommt vollständig zum Erliegen. Parallel dazu findet am Standort Saarbrücken-Brebach eine Delegiertenversammlung der Beschäftigten statt.
Auch in anderen Regionen des Saarlandes ist mit erheblichen Ausfällen zu rechnen. Die Neunkircher Verkehrs-Gesellschaft (NVG), die Kreisverkehrsbetriebe Saarlouis (KVS), die Völklinger Verkehrsbetriebe (VVB) sowie die Verkehrsgesellschaft Merzig-Wadern (VMW) werden ebenfalls bestreikt. Lediglich einzelne Fahrten privater Subunternehmer könnten vereinzelt stattfinden.
Hintergrund des Streiks sind weiterhin verhärtete Fronten zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaft. Während der Kommunale Arbeitgeberverband Saar ein Angebot von 8,5 Prozent mehr Lohn sowie Verbesserungen bei Zuschlägen vorgelegt hat, fordert die Gewerkschaft ver.di 10,6 Prozent mehr Gehalt sowie deutlich bessere Arbeitsbedingungen.
Für Betroffene gibt es nur begrenzte Ausweichmöglichkeiten. Regionalzüge und S-Bahnen der Deutschen Bahn verkehren planmäßig und sind nicht vom Streik betroffen. Auch einige private Buslinien fahren weiterhin. Dennoch dürfte der Streik für viele im Saarland erneut zu erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



