30.000 € Schulden fürs Sterben in Würde – Familie bittet um Hilfe
Wallerfangen – (Spendenlink am Ende) Auf der Spendenplattform GoFundMe bittet eine Familie aus dem Saarland um Unterstützung: Die 45-jährige Sabrina Portheine und ihr Bruder Jens (38) möchten mit ihrer Aktion den Verbleib ihrer schwerkranken Mutter im Hospiz Christophorus in Schmelz sichern.
Die Krebspatientin hatte sich nach einer schweren palliativmedizinischen Krise wider Erwarten stabilisiert – eine Rückkehr ins Pflegeheim, wie von der Krankenkasse vorgeschlagen, halten die Angehörigen jedoch für unzumutbar. Die Barmer Krankenkasse habe laut Familie die Kostenübernahme für den Hospizaufenthalt beendet.
Begründung: Der Aufenthalt sei nicht mehr „medizinisch notwendig“. Die Familie kritisiert diese Entscheidung scharf. Man habe weder aktuelle medizinische Unterlagen berücksichtigt noch eine persönliche Begutachtung vorgenommen. Die Ablehnung basiere demnach auf veralteten Gutachten.
Im Hospiz finde ihre Mutter echte Zuwendung, schreiben die Angehörigen – Zeit für Gespräche, Nähe und individuelle Begleitung. Im zuvor besuchten Pflegeheim sei dies nicht gegeben gewesen. Die Familie betont, dass es der Patientin im Hospiz nicht nur um medizinische Versorgung gehe, sondern vor allem um Würde und Menschlichkeit am Lebensende.
Die finanziellen Belastungen sind hoch: Laut Familie sind bereits rund 30.000 Euro Schulden für zwei Monate Hospizaufenthalt entstanden. Da die Betroffene über kein Vermögen mehr verfügt und auch die Angehörigen die Summen nicht tragen können, hat das Hospiz den Betrag zunächst gestundet.

Mit der Spendenkampagne wollen Sabrina und Jens Portheine zwei Ziele erreichen: die Weiterfinanzierung des Aufenthalts ihrer Mutter und gleichzeitig die Unterstützung der Einrichtung, die auf Spenden angewiesen ist. Hospize müssen in Deutschland rund fünf Prozent ihrer Kosten selbst über Spenden decken.
Die Aktion findet bereits erste Resonanz in den sozialen Medien. Viele Nutzer zeigen sich solidarisch – auch, weil die Geschichte auf ein größeres Problem hinweist: Die Finanzierung der Hospizversorgung ist in Deutschland nicht immer lückenlos geregelt.
👉 Zur Spendenkampagne: www.gofundme.com/f/bitte-hilf-unserer-mama-in-wurde-zu-leben
Hinweis: Die Angaben beruhen auf den Aussagen der Familie. Eine Stellungnahme der Krankenkasse liegt bislang nicht vor.



