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Minderjährige Fahrerin bei schwerem Unfall auf L111 bei Niederwürzbach verletzt

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St. Ingbert/Blieskastel – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der L111 zwischen Niederwürzbach und Lautzkirchen ist am Mittwochmorgen (19. August 2026) gegen eine minderjährige Fahrerin verletzt worden. Ihr nur 45 km/h schnelles Leichtkraftfahrzeug wurde bei der Kollision von der Straße geschleudert und überschlug sich.

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Der Unfall ereignete sich gegen 7 Uhr im Begegnungsverkehr. Die Jugendliche war mit einem Microcar M.GO DCI aus Richtung Niederwürzbach unterwegs. Aus der Gegenrichtung Lautzkirchen kam ein Cupra. Aus bislang ungeklärter Ursache kollidierten beide Fahrzeuge.

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Der Zusammenstoß traf das deutlich kleinere Microcar schwer. Der Wagen wurde nach links von der Landstraße geschleudert. Er überschlug sich im Straßengraben und landete auf dem parallel verlaufenden Radweg. Das Microcar blieb auf der Beifahrerseite liegen. Die Front wurde massiv beschädigt. Die vordere rechte Achse wurde gebrochen.

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Die Jugendliche konnte das Fahrzeug selbstständig verlassen. Ersthelfer kümmerten sich bis zum Eintreffen der Rettungskräfte um sie. Nach Angaben der Polizei war sie ansprechbar. Sie erlitt nach ersten Erkenntnissen leichte Verletzungen und wurde zur weiteren Untersuchung in eine Klinik gebracht.

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Die Feuerwehr war zunächst zu einem Verkehrsunfall mit Personenschaden und einem möglichen Fahrzeugbrand alarmiert worden. Deshalb rückte ein größeres Kräfteaufgebot aus. Vor Ort gab es schnell Entwarnung. Nach Angaben der Feuerwehr sorgte austretende Kühlflüssigkeit für die zunächst als Rauch wahrgenommene Entwicklung. Es brannte nicht. Auch eine technische Rettung war nicht erforderlich. Zahlreiche anrückende Einsatzkräfte konnten ihre Einsatzfahrt abbrechen.

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Rund 20 Feuerwehrleute blieben an der Unfallstelle. Sie stellten den Brandschutz sicher, banden ausgelaufene Betriebsstoffe und sicherten das Microcar. Außerdem richteten die Einsatzkräfte das auf der Seite liegende Fahrzeug wieder auf.

Am entgegenkommenden Cupra blieb der Schaden vergleichsweise gering. Nach ersten Erkenntnissen wurden der Außenspiegel auf der Fahrerseite sowie Teile der Fahrzeugseite beschädigt. Wie es genau zu der Kollision kam, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt zum Unfallhergang und wertet dazu auch Zeugenaussagen aus.

Die viel befahrene L111 war während des Einsatzes zeitweise komplett gesperrt. Später wurde der Verkehr wechselseitig an der Unfallstelle vorbeigeführt. Der Landesbetrieb für Straßenbau unterstützte die Verkehrsregelung. Seit etwa 08.15 Uhr läuft der Verkehr wieder.

Am Morgen dauerte die Bergung des Microcars noch an. Anschließend muss der durch den Unfall verunreinigte Radweg gereinigt werden. Der Einsatz war kurz vor 9 Uhr beendet.

Kurzinfo: Was ist ein Microcar M.GO DCI? Der Microcar M.GO DCI ist kein gewöhnlicher Kleinwagen, sondern ein sogenanntes Leichtkraftfahrzeug. Entsprechende Fahrzeuge der Klasse L6e dürfen bauartbedingt höchstens 45 km/h fahren. Der M.GO ist zweisitzig und wird in der DCI-Version von einem kleinen Zweizylinder-Dieselmotor angetrieben. Je nach Baujahr und Ausführung unterscheiden sich Leistung und technische Daten.

Der entscheidende Unterschied zum normalen Pkw: Solche 45-km/h-Leichtkraftfahrzeuge dürfen in Deutschland bereits mit der Fahrerlaubnisklasse AM gefahren werden. Das Mindestalter dafür liegt bei 15 Jahren. Bis zum 16. Geburtstag darf von dieser Fahrerlaubnis allerdings grundsätzlich nur in Deutschland Gebrauch gemacht werden.

Damit können Jugendliche schon Jahre vor dem regulären Autoführerschein allein mit einem geschlossenen vierrädrigen Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen. Rechtlich zählen geeignete Modelle zur Fahrzeugklasse L6e. Für diese Klasse gelten unter anderem eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von höchstens 45 km/h und besondere Grenzen bei Gewicht und Motorleistung. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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