Horror-Nacht in Saarlouis: 31-Jähriger offenbar stundenlang festgehalten und mit dem Tod bedroht

Saarlouis – Ein 31-jähriger Saarlouiser erhebt schwere Vorwürfe gegen mehrere Männer. In der Nacht von Montag auf Dienstag (25. August 2026) soll er rund drei Stunden gegen seinen Willen in Fahrzeugen festgehalten, mit einem Messer und einer Schusswaffe bedroht und körperlich angegangen worden sein.

Der Mann berichtet gegenüber Blaulichtreport Saarland von massiver Todesangst. Der Vorfall wurde der Polizei gemeldet. Begonnen haben soll alles gegen 1:30 Uhr an der Aral-Tankstelle in der Metzer Straße. Dort traf der 31-Jährige nach eigenen Angaben auf zwei Männer, von denen er einen vom Sehen her kannte. Sie waren demnach mit einem weißen Audi RS7 mit Saarlouiser Kennzeichen und einem schwarzen Audi RSQ8 mit Euskirchener Kennzeichen unterwegs.

Der Saarlouiser nahm das Angebot an, ihn nach Hause zu fahren, und stieg in den weißen Audi. Doch statt nach Hause soll es zunächst nach Lisdorf gegangen sein. Nach Darstellung des 31-Jährigen sei er im weiteren Verlauf mit einem Messer und einer Pistole bedroht worden. Die Männer sollen seine Rolex Datejust sowie zusätzlich 20.000 Euro Bargeld verlangt und auch seiner Partnerin Gewalt angedroht haben. Das Fahrzeug habe er nicht verlassen dürfen.

Anschließend sollen die Männer mit ihm durch Saarlouis und Umgebung gefahren sein. Nach Angaben des Betroffenen hielten sie unter anderem an einer weiteren Aral-Tankstelle gegenüber dem Globus. Zwischendurch sollen sich die Fahrer der beiden Audis Straßenrennen geliefert haben. Der 31-Jährige berichtet von Geschwindigkeiten von teilweise bis zu etwa 220 km/h.

Später soll es in Richtung Wadgassen/Bous und in die Nähe eines Waldstücks gegangen sein. Dort sei der Mann aus dem Fahrzeug gezerrt und erneut massiv mit dem Tod bedroht worden. Einer der Beteiligten soll ihm sinngemäß erklärt haben, er habe kein Problem damit, ihn zu erschießen. Dabei soll er außerdem behauptet haben, bereits früher einen Menschen getötet zu haben und von der Polizei gesucht zu werden. Ob an dieser angeblichen Äußerung etwas dran ist, ist völlig unklar.

Ein weiterer Stopp soll an einem Park-&-Ride-Parkplatz in Lisdorf nahe der Autobahnauffahrten im Bereich Ikea erfolgt sein. Dort habe sich die Bedrohung weiter zugespitzt. Nach Angaben des 31-Jährigen musste er dort schließlich seine Rolex Datejust herausgeben. Aus Angst vor den bewaffneten Männern habe er die Uhr übergeben.

An diesem Parkplatz soll der 31-Jährige seine Rolex unter Drohungen abgegeben haben – Bild: Privat

Aus der Situation kam der 31-Jährige nach eigener Darstellung schließlich mit einem Trick: Er erklärte sich bereit, die geforderten 20.000 Euro von zu Hause zu holen. Dort ließen ihn die Männer demnach aussteigen – verbunden mit der Drohung, ins Haus zu kommen, falls er nicht zurückkehre. Der Saarlouiser ging hinein, verbarrikadierte sich und kam nicht mehr heraus. Daraufhin sollen die Männer schließlich verschwunden sein. Seine Uhr indes behielten die mutmaßlichen Täter.

Eine Rolex Datejust wie diese sollen die mutmaßlichen Täter dem Mann abgenommen haben – Bild: Symboldarstellung

Der Polizei liegen nach Angaben des Betroffenen mehrere konkrete Ermittlungsansätze vor. Neben den Informationen zu den beiden Fahrzeugen habe er den Beamten auch ein bereits vor dem Vorfall entstandenes Foto eines der mutmaßlich beteiligten Männer übergeben. Bei dem schwarzen Audi RSQ8 mit Euskirchener Zulassung könnte es sich theoretisch auch um ein Flotten- oder Mietfahrzeug gehandelt haben. Ob dies tatsächlich der Fall war, ist bislang nicht bekannt. Der 31-jährige Saarlouiser trug durch die geschilderten Drangsalierungen zahlreicher Hämatome davon.

Nach Angaben des 31-Jährigen trug er durch die körperlichen Übergriffe zahlreiche Hämatome davon – Bild: Privat

Die gesamten schweren Vorwürfe beruhen derzeit auf der Schilderung des 31-Jährigen und konnten von Blaulichtreport Saarland bislang nicht unabhängig bestätigt werden. Was in dieser Nacht tatsächlich geschah und welche Straftaten möglicherweise vorliegen, müssen nun Polizei und Staatsanwaltschaft klären. Für mögliche Beschuldigte gilt die Unschuldsvermutung. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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