
Großeinsatz an der Dillinger Hütte: Zoll kontrolliert rund 500 Arbeiter
Dillingen. Jetzt ist klar, was hinter dem großen Behördeneinsatz an der Dillinger Hütte steckt: Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Saarbrücken überprüft auf der dortigen Großbaustelle rund 500 Beschäftigte verschiedener Unternehmen. Insgesamt sind nach Angaben des Zolls rund 300 Einsatzkräfte an der großangelegten Kontrollaktion beteiligt.
Bereits am Vormittag hatte Blaulichtreport Saarland über das auffällige Großaufgebot berichtet. Zahlreiche Kräfte von Zoll und Bundespolizei waren vor Ort, auch das Technische Hilfswerk hatte ein beheiztes Zelt aufgebaut. An einer kontrollierten Zufahrt wurden nach Beobachtungen unserer Redaktion Fahrzeuge überprüft und Personalien aufgenommen. Bereits kontrollierte Personen erhielten Armbändchen. Zunächst hatte der Zoll auf unsere telefonische Anfrage lediglich bestätigt, dass eine Kontrollmaßnahme läuft – Einzelheiten sollten später folgen.
Inzwischen hat das Hauptzollamt Saarbrücken weitere Details bekannt gegeben. Demnach handelt es sich um eine umfangreiche Prüfung der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS). Unterstützt werden die Zollbeamten von Bundespolizei, saarländischer Landespolizei, dem THW Saarwellingen und der Ausländerbehörde Lebach. Zusammen sind rund 300 Kräfte im Einsatz.
Im Mittelpunkt stehen die Beschäftigungsverhältnisse der rund 500 Arbeiter auf der Großbaustelle. Die Beamten stellen deren Identität fest und befragen sie zu ihrer Tätigkeit. Geprüft wird unter anderem, ob die vorgeschriebenen Sozialversicherungsmeldungen erfolgt sind und der gesetzliche Mindestlohn eingehalten wird. Außerdem sucht der Zoll nach möglichen Fällen von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung.
Mit den Kontrollen vor Ort ist die Arbeit allerdings noch lange nicht beendet. „Eine Baustelle dieser Größenordnung mit einer Vielzahl beteiligter Unternehmen und Beschäftigter stellt besondere Anforderungen an die Finanzkontrolle Schwarzarbeit“, erklärt Anja Ball, Leiterin des Hauptzollamts Saarbrücken. Die jetzt erhobenen Daten sollen anschließend ausgewertet und mit den Geschäftsunterlagen der beteiligten Unternehmen abgeglichen werden.
Ob bei der Großkontrolle tatsächlich Verstöße entdeckt wurden, ist derzeit noch offen. Nach Angaben des Zolls dauert der Einsatz weiterhin an. Ergebnisse oder mögliche Feststellungen können deshalb bislang nicht genannt werden. Klar ist inzwischen jedoch: Das massive Behördenaufgebot, das am Morgen zunächst durch seine Sammlung auf einem gut einsehbaren Parkplatz an den Ford-Werken aufgefallen war, gehört zu einer großangelegten Kontrolle der Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf der Großbaustelle. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)











