Nalbach.Ein Wohnhausbrand hat am Mittwochmorgen in Nalbach ein Todesopfer gefordert. In einem zweigeschossigen  Wohnhaus in  der Mittelstraße war in unmittelbarer Nachbarschaft der Feuerwehr aus noch ungeklärter Ursache  gegen neun Uhr ein Feuer ausgebrochen.  Dabei kam  eine Anwohnerin, eine ältere Frau,  ums Leben.  Sie  war wohl im Schlaf vom Brand  überrascht worden und  ist vermutlich infolge Sauerstoffmangel  gestorben Ihre Tochter erlitt beim Versuch, der Mutter zu Hilfe zu kommen, Rauchvergiftungen und musste  medizinisch betreut werden.

Wehrführer Jörg Laub war  als einer der ersten  am Brandort und versuchte noch mit  Nachbarn, den Anwohnern zu Hilfe zu eilen.  Dichter Rauch  drang aus Dach und Fenstern, als sie  ins Haus eindringen wollten.  Der Hausflur stand   jedoch bereits lichterloh in Flammen und  Brandtrümmer fielen den  Helfern entgegen. „Der Angriffstrupp musste erst das Feuer im Flur niederkämpfen, bevor er weiter   mit   schwerem Atemschutz ins Haus vordringen konnte,“ schildert der Wehrführer die dramatische Situation vor Ort.  „Die Wärmebildkamera hat Temperaturen zwischen 700 und 800 Grad angezeigt,“ führte er weiter aus. 

Jörg Laub und zwei Nachbar konnten lediglich die Tochter  retten und  in Sicherheit bringen. Sie erlitt Rauchvergiftungen und einen Schock, musste zur weiteren medizinischen Betreuung in ein  Krankenhaus transportiert werden. Rund 5o Feuerwehrleute aus allen vier Nalbach Löschbezirken sowie die Dillinger Feuerwehr  waren mit über 50 Mann und   zehn Fahrzeugen im Einsatz. Sie konnten  zwar ein  Übergreifen des Feuers  auf den Dachstuhl und auf das  angebaute Nachbargebäude verhindern, für die Anwohnerin kam jedoch jegliche Hilfe zu spät.

Entsprechend geschockt reagierten sie. Die Notfallseelsorge war mit drei  Kräften vor Ort und hatte die schwere Aufgabe,   Familienmitglieder und Helfer zu betreuen. Auch Bürgermeister  Peter Lehnert war frühzeitig  vor Ort,  war ebenfalls tief betroffen, zumal er die   Anwohner gut kannte. Die  weithin sichtbare Rauchfahne verhieß nichts Gutes. „Eine Tragödie,“ meinte der Gemeindechef sichtlich mitgenommen. „Es ist bereits das zweite Todesopfer innerhalb weniger Stunden,“ erklärte er. Am späten Nachmittag  des Vortages war  bereits eine Frau aus Nalbach   beim Überqueren der Umgehungsstraße tödlich verletzt worden.

Im Obergeschoß des Hauses entstand hoher Sachschaden. Neben den Kräften der Feuerwehr waren Notarzt und Rettungsdienst sowie Polizei und Notfallseelsorge im Einsatz. Brandexperten des Landeskriminalamtes haben die Ermittlungen  und müssen nun klären, wie es zu dem verheerenden Brand kommen konnte. Die Mittelstraße waren  wegen des Feuerwehreinsatz  voll gesperrt.

 

 

Kommentare

Kommentare