Anzeige:

Neunkirchen. Zu den besonders schönen Momenten im Feuerwehrleben gehören erfolgreiche Tierrettungsaktionen, ganz egal ob es sich dabei um den kleinen in Not geratenen Vogel handelt, die klassische Katze auf dem Baum oder ganz große Vierbeiner die Hilfe benötigen. Einem ganz besonders großen Vierbeiner konnte die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen am Freitagmorgen, 10. August im Neunkircher Zoo mit Erfolg helfen: Elefantendame Rani. Der gestürzten 49-Jahre alten Elefantenkuh konnten Feuerwehrangehörige, Zoomitarbeiter und THW-Helfer in einer gemeinsamen, routinierten Rettungsaktion sicher wieder auf die eigenen vier Beine helfen.

In den frühen Morgenstunden des Freitags war die betagte asiatische Elefantendame Rani in ihrer Unterkunft im Elefantentempel gestürzt. Aus eigener Kraft gelang es dem mehrere Tonnen schweren Tier nicht wieder auf die Beine zu kommen. Tierpfleger fanden den Elefanten in seiner prekären Notlage und lösten umgehend den bereits erprobten und eingespielten Notfallplan des Neunkircher Zoos aus.

Die Leitstelle alarmierte auf Anforderung des Zoos um 6:46 Uhr den Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt. Seitens des Zoos wurde zur selben Zeit Tierarzt Dr. Hans-Joachim Götz für die veterinärmedizinische Versorgung der verunglückten Elefantenkuh verständigt. Wenig später wurde auch der Ortsverband Spiesen-Elversberg des Technischen Hilfswerkes (THW) zur Unterstützung angefordert.

Aus vorangehenden Einsätzen im Neunkircher Elefantentempel in den vergangenen Jahren war das Vorgehen zur Rettung des Elefanten bei den Helfern bereits bekannt und sehr gut eingespielt. Zum Aufrichten gestürzter Elefanten hält der Neunkircher Zoo ein spezielles Hebegeschirr samt Zubehör vor und verfügt über Kräne in den einzelnen Boxen des Elefantentempels. Da Rani aber vor den Boxen lag und damit nicht direkt unter einem der Kräne zum Aufrichten, musste sie zuerst in Position gebracht werden. Bevor die versammelte Helfermannschaft aus Feuerwehrleuten, Zoomitarbeitern und später auch THW-Helfern sich gemeinsam an die Arbeit machen konnte, musste Elefantendame Rani zunächst durch Tierarzt Dr. Götz stabilisiert werden.

Mit druckluftgefüllten Hebekissen hoben Feuerwehrangehörigen zunächst den schweren Elefanten behutsam an, um ihm das Hebegeschirr anzulegen. Mit der Seilwinde des vor dem Elefantentempel in Stellung gegangenen Rüstwagens der Neunkircher Wehr konnte Rani Stück für Stück in Position für das Aufrichten gezogen werden. Mehrfach mussten Umlenkrollen im Elefantentempel umgesetzt werden, um die Elefantendame in die optimale Position zum Aufrichten zu bringen. Als Rani schließlich mittig unter einem der Kräne lag ging alles ganz schnell. Binnen weniger Augenblicke stand die 49-jährige Rani wieder glücklich auf ihren eigenen vier Beinen und winkte den erfolgreichen Helfern mit ihrem Rüssel zu.

Im Anschluss an die erfolgreiche Rettungsaktion zeigte sich Zoodirektor Norbert Fritsch über froh: „Wir sind über die erneute erfolgreiche Rettung unserer Rani mit tatkräftiger Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen, des THW Ortsverbandes Spiesen-Elversberg und durch das Zooteam sehr erleichtert. Aufgrund des höheren Alters unserer Elefantenkuh ist mit solchen Vorfällen leider jederzeit zu rechnen.“ Damit erinnert er auch an den ebenso erfolgreichen Rettungseinsatz Ende Juni 2017, als Elefantendame Rani schon einmal liegend aufgefunden wurde und aus eigener Kraft nicht mehr auf die Beine kam. So wie heute gelang es auch damals den Helfern von Feuerwehr, THW und Zoo der Elefantendame schnell wieder auf zu helfen.

Nach rund drei Stunden Einsatz im Neunkircher Elefantentempel konnten die Helfer von Feuerwehr und THW sich von der glücklich geretteten Rani verabschieden und gegen 9:30 Uhr wieder einrücken. Die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen war mit fünf Einsatzfahrzeugen und 15 Feuerwehrleuten aus dem Löschbezirk Neunkirchen-Innenstadt ausgerückt, der THW Ortsverband Spiesen-Elversberg mit zwei Fahrzeugen und weiteren Helfern.

Für die Angehörigen des Löschbezirks Neunkirchen-Innenstadt war der geglückte Elefanteneinsatz aber nicht der einzige Einsatz an diesem Morgen. Bereits um kurz nach 6 Uhr waren die Feuerwehrleute wegen herabgestürzter Äste in der Spieser Straße in den Einsatz gerufen worden. Von dort aus ging es nahtlos weiter zu einem umgestürzten Baum in den Unteren Friedhofsweg und von dort aus dann schließlich in den Zoo.

PM/Foto: Feuerwehr NK

Anzeige:

Kommentare

Kommentare