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Selbstgemachte Stoffmasken für Mund und Nase bieten den Trägern keinen sicheren Schutz vor Ansteckung mit dem Corona-Virus. Das Tragen von Do-It-Yourself-Masken (DIY-Masken) ist aber nach Ansicht der Experten etwa des Robert-Koch-Instituts zum Schutz anderer Menschen sinnvoll.
Deshalb ruft das saarländische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Aktion „Flinke Finger für helfende Hände“ ins Leben. Ziel ist die Unterstützung des Personals in den saarländischen Gesundheitseinrichtungen.

Mehrere tausend Meter Stoff sowie Gummilitzen und Garn hat Minister Reinhold Jost in Zusammenarbeit mit Globus Baumarkt Völklingen und der reha gmbh besorgt. „Wir konnten durch schnelles, unkompliziertes Agieren aller Beteiligten eine gute Initiative auf die Beine stellen, um den Gesundheitseinrichtungen im Saarland bei der Versorgung mit Masken unter die Arme zu greifen“, so Jost.

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Das Material wird ab diesem Montag zur kostenlosen Verteilung an alle freiwilligen Helfer zur Verfügung stehen. Selbstgenähte Masken sind keine zertifizierten Medizinprodukte. Sie können jedoch größere, möglicherweise infektiöse Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen abfangen und dadurch das Ansteckungsrisiko für unsere Mitmenschen ein wenig verringern.

„Jede Maßnahme, die das Risiko der Ausbreitung des Corona-Virus ein wenig senken kann, ist eine sinnvolle Maßnahme. Die Landesregierung ergreift alle Möglichkeiten, um unser Krankenhauspersonal in den hygienisch sensiblen Bereichen weiterhin mit zertifizierter Schutzausrüstung zu versorgen. Jedoch müssen wir auch das Personal an den Rezeptionen, im Bereich der Haustechnik oder auf den normal zugänglichen Stationen im Blick behalten, die ungewollt zu Überträgern werden können und für die eine freiwillig getragene Do-It-Yourself-Maske besser ist als gar keine“, betont Jost.

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Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz folgt mit der Aktion dem Aufruf der saarländischen Krankenhausgesellschaft zur Herstellung behelfsmäßiger Masken für das Krankenhauspersonal. „Wir freuen uns über die vielen Hilfsangebote und Initiativen, die in den letzten Tagen diesem Aufruf bereits gefolgt sind. Sie sind ein Beweis für die Solidarität und das Verantwortungsbewusstsein der Menschen im Saarland. Bitte machen Sie weiter so!“, so Jost.
Vor dem Hintergrund der geltenden Rechtsverordnung § 5 bittet der Minister zudem die für den Publikumsverkehr geschlossenen Stoffgeschäfte über die Möglichkeit nachzudenken, einen Lieferservice für Maskennähstoffe und Zubehör anzubieten, um Freiwillige mit Nähmaterial zu versorgen.

Das Ministerium hat auf seiner Homepage Informationen zur Anfertigung selbstgenähter Masken zusammengetragen. Dort findet man ab sofort neben einer Nähanleitung der Stadt Essen in verschiedenen Sprachen auch Hinweise des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte zum Gebrauch von DIY-Masken.
Fertige Masken können entweder an den vielen Sammelstellen im Saarland abgegeben, oder über eine Mail an flinkefinger@umwelt.saarland.de  an das Ministerium zur Weitervermittlung gemeldet werden.
Zur Bestellung eines kostenlosen Masken-Nähpakets kann sich jeder Freiwillige mit seinem Namen und seiner Adresse ebenfalls an diese Mailadresse wenden.
Weitere Infos: https://www.saarland.de/ministerium_umwelt_verbraucherschutz.htm

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