29-jährige Studentin getötet: Sonderkommission jagt Täter von Trier
Trier – Nach dem gewaltsamen Tod einer 29 Jahre alten Studentin in Trier (unsere Kollegen von Blaulichtreport RLP berichteten an dieser Stelle davon) laufen die Ermittlungen mit großem personellem und technischem Aufwand. Die junge Frau war am vergangenen Wochenende tot in ihrer Wohnung in der Nordallee entdeckt worden, nachdem ihre Mutter sie zuvor als vermisst gemeldet hatte.
Inzwischen hat die Polizei eigens die „Soko Nordallee“ eingerichtet. Spezialisten verschiedener Fachbereiche sollen gemeinsam die Hintergründe der Tat aufklären und den Verantwortlichen ermitteln. Eine abschließende strafrechtliche Einordnung der Tat steht derzeit noch aus.
Ein zentraler Bestandteil der Ermittlungen ist die umfangreiche Auswertung möglicher Spuren. Die Leiche der 29-Jährigen wurde mittlerweile obduziert, zudem untersuchten Kriminaltechniker die Wohnung unter anderem auf Fingerabdrücke und DNA. Welche Erkenntnisse dabei gewonnen wurden, gibt die Polizei derzeit bewusst nicht bekannt.
Solche Informationen können für spätere Vernehmungen und die Überprüfung von Aussagen von entscheidender Bedeutung sein. Auch über die persönlichen Lebensumstände der getöteten Studentin werden bislang nur wenige Details veröffentlicht.
Der Fall trifft Trier in einer ohnehin außergewöhnlich belastenden Situation. Nur wenige Tage zuvor war mit Marius Dick bereits ein weiterer junger Student gewaltsam ums Leben gekommen. Der junge Mann war am 15. Juli auf dem Petrisberg erstochen worden; ein Tatverdächtiger wurde in diesem Fall ermittelt. Die beiden Todesfälle haben insbesondere an der Universität große Bestürzung ausgelöst.
Für die getötete 29-Jährige ist am Donnerstag um 12 Uhr in der Kapelle auf Campus II eine Gedenkveranstaltung vorgesehen. Nach dem Tod von Marius Dick hatten bereits rund 1.000 Menschen an einer öffentlichen Trauerfeier teilgenommen.
Auch die Bevölkerung erhält die Möglichkeit, ihrer Anteilnahme Ausdruck zu verleihen: Im Bürgeramt am Viehmarkt liegt ein Kondolenzbuch der Universität aus. Gleichzeitig bietet die Psychotherapieambulanz der Universität Trier nach den beiden Todesfällen kostenlose Krisen- und Unterstützungsgespräche für Betroffene an.
Während die Stadt trauert, arbeitet die Sonderkommission weiter mit Hochdruck daran, die noch offenen Fragen rund um den Tod der 29-Jährigen zu klären. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



