AKTUELL++ Großbrand bei Entsorgungsbetrieb in Völklingen – Katwarn-Warnung

Völklingen-Fürstenhausen – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Eine weithin sichtbare schwarze Rauchsäule war am Sonntagmorgen (6. September 2026 über Völklingen aufgestiegen.

Kurz vor 8 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brand bei einem Entsorgungsunternehmen in der Straße „Am Holzplatz“ in Fürstenhausen alarmiert. Bereits auf der Anfahrt war die meterhohe Rauchsäule zu erkennen. Der Wind trieb den Rauch in Richtung Saarlouis.

Aufgrund der ersten Meldungen wurden neben der Feuerwehr Völklingen auch Kräfte aus Luisenthal, Fürstenhausen und Ludweiler alarmiert. Insgesamt waren rund 70 Einsatzkräfte vor Ort. Nach Angaben des Völklinger Feuerwehrpressesprechers Torsten Milcovic brannte auf dem Betriebsgelände ein großer Haufen Metallschrott. Die betroffene Fläche war etwa 15 mal 10 Meter groß, der Schrott türmte sich bis zu vier Meter hoch. Zwischen dem Metall könnten sich auch Kunststoffteile oder Batterien befunden haben.

Die Feuerwehr bekämpfte die Flammen mit mehreren Strahlrohren. Auch eine Drehleiter kam zum Einsatz. Ein Teil des Löschangriffs erfolgte von einem benachbarten Betriebsgelände aus. Dort überprüften die Einsatzkräfte außerdem, ob von einer Gasanlage eine zusätzliche Gefahr ausgehen könnte. Dies war nach Angaben der Feuerwehr nicht der Fall.

Die Einsatzkräfte brachten den Brand schließlich unter Kontrolle. Aufwendig gestalten sich jedoch die Nachlöscharbeiten: Ein Schrottbagger zieht den brennenden beziehungsweise noch heißen Materialhaufen Stück für Stück auseinander. So können versteckte Glutnester gefunden und gezielt abgelöscht werden. Die Arbeiten dauern weiterhin an.

Wegen der starken Rauchentwicklung wurde über die Warnsysteme KATWARN und NINA eine Bevölkerungswarnung verbreitet. Betroffen sind Völklingen, Bous, Wadgassen, Saarbrücken, Püttlingen und Schwalbach.

Foto: Thorsten Kremers

Die Behörden warnen vor Geruchsbelästigung und Rauchniederschlag. Menschen in den betroffenen Bereichen sollen sich möglichst in geschlossene Räume begeben, Fenster und Türen schließen sowie Klima- und Lüftungsanlagen vorsorglich abschalten. Zudem sollen die weiteren amtlichen Hinweise beachtet werden.

Nach ersten Informationen der Polizei wird der entstandene Sachschaden auf rund 40.000 Euro geschätzt. Die Ermittler gehen nach aktuellem Stand von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Auch das Landesamt für Umwelt- und Arbeitsschutz (LUA) wurde über den Brand informiert. Wegen des brennenden Schrotts und der massiven Rauchentwicklung dürfte insbesondere eine mögliche Umweltbelastung eine Rolle bei den weiteren Untersuchungen spielen.

Foto: Thorsten Kremers

Die Feuerwehr bleibt für die Nachlöscharbeiten vor Ort. Wie lange der Einsatz noch dauern wird, ist derzeit nicht absehbar. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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