Spektakulärer Tauchereinsatz bei Leerung von Faulturm auf Kläranlage Jägersfreude

Seit Ende August ist auf der EVS-Kläranlage Saarbrücken-Jägersfreude ein Taucherteam aus Wien im Einsatz, um den Faulturm zu leeren.Ein digitales dreidimensionales Messsystem ermöglichte es im Vorfeld, sich einen genauen Überblick über die vorhandenen Ablagerungen im Faulturm zu verschaffen.

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Bild: EVS

Die erfahrenen Berufstaucher räumen den Faulturm in einem neuartigen Verfahren, bei dem der Betrieb nicht unterbrochen werden muss und die Bausubstanz gegenüber klassischen Räumverfahren geschont wird. Eingesetzt werden Saugschläuche und so genannte Mammutpumpen, die von den Tauchern individuell geführt werden, um optimal auf die Gegebenheiten vor Ort eingehen zu können. So wird nur verdichtetes Material abgesaugt und die im wertvollen biologischen Flüssigschlamm enthaltenen Mikroorganismen, die zur Gasproduktion benötigt werden, geschont.

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Rund 30 Jahre ist der Faulturm der Kläranlage Jägersfreude bereits in Betrieb, eine Räumung ist daher dringend nötig. Besonders kritisch und störend beim Absaugen des Materials aus dem Faulturm sind – wie bei der Abwasserreinigung auch – die über die Toilette „entsorgten“ Hygieneartikel wie Feuchttücher, Ohrenstäbchen etc.. Diese führen zu Verzopfungen, die sich deutlich schwerer absaugen lassen als die eigentlichen Klärschlammanteile und die gesondert entsorgt werden müssen.

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Im Rahmen der Räumung wird auch der Faulschlamm-Mischer ausgebaut und instandgesetzt, damit in einem zweiten Schritt der Faulturm im nächsten Jahr mit einem patentierten energiesparenden Umwälzsystem ausgestattet werden kann. Eine gute Durchmischung des Faulschlammes ist nötig, um diesen stabilisieren und zugleich eine optimale Menge an wertvollem Methangas gewinnen zu können. Das Gas wird im Blockheizkraftwerk verstromt und für den Betrieb von Pumpen und Gebläsen direkt auf der Kläranlage Jägersfreude genutzt.

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