Brand greift in Neunkirchen von Wintergarten auf Dachstuhl über

Im Wintergarten eines Wohnhauses in der Neunkircher Waldmühlenstraße brach am Sonntagabend, 27. Februar aus bislang unbekannter Ursache ein Brand aus. Trotz des schnellen Eingreifens der um 20:40 Uhr alarmierten Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen konnte ein Übergreifen des Feuers auf den Dachstuhl des Hauses nicht mehr verhindert werden. Eine weitere Brandausbreitung konnte aber verhindert werden, dennoch ist das Haus vorerst nicht bewohnbar.

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Die Hausbewohner selbst bemerkten am Sonntagabend den Brand im Wintergarten ihres Hauses, verständigten die Feuerwehr über den Notruf und konnten unverletzt das Haus verlassen. Einem Hausbewohner gelang es noch eine Gasflasche aus dem Wintergarten in den Garten in Sicherheit zu bringen, um sie so der Einwirkung des Feuers zu entziehen und schlimmeres zu verhindern. Als das erste Löschfahrzeug der Neunkircher Feuerwehr eintraf schlugen bereits Flammen aus dem Wintergarten an der Giebelwand des Hauses empor. Zwar konnten die Feuerwehrleute die Flammen von außen schnell niederschlagen und anschließend den Brand im Wintergarten unter Atemschutz vom Gebäudeinneren aus erfolgreich bekämpfen. Doch hatte sich da das Feuer schon ins Dachgebälk gefressen.

Originalaufnahme – Bild: Marcel Becker (Feuerwehr Neunkirchen

Während das ursprüngliche Feuer im Wintergarten schnell gelöscht war, sollte der Brand im Dachbereich die Feuerwehr noch länger beschäftigen. Vom Korb der Drehleiter mussten Feuerwehrleute das Dach des Hauses in zeitraubender und anstrengender Arbeit teilweise abdecken, um den Brand im Dachgebälk freizulegen. Durch die Öffnungen in der Dachhaut konnte die weitere Brandausbreitung im Dachbereich gestoppt und das Feuer schließlich auch gelöscht werden. Im Anschluss war die Feuerwehr noch längere Zeit dem Ablöschen letzter Glutnester beschäftigt. Im Haus selbst mussten für die Brandbekämpfung auch einzelne Decken in mühsamer Handarbeit geöffnet werden. Sowohl von der Drehleiter aus, als auch aus dem Gebäudeinneren wurde der Löschangriff gegen den Brand im Dachbereich unter Atemschutz geführt. Erst gegen 23:40 Uhr konnte der Einsatzleiter der Feuerwehr final „Feuer aus“ melden. Die letzten Arbeiten an der Einsatzstelle dauerten noch bis etwa 00:30 Uhr, bevor die Feuerwehr wieder einrücken konnte.

In der Waldmühlenstraße befanden sich in der Spitze 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr Neunkirchen im Einsatz. Der Neunkircher Wehrführer Stefan Enderlein unterstützte in der Einsatzleitung bei der Koordinierung dieser Kräfte. Die anfangs alarmierten Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler wurden im späteren Einsatzverlauf durch Kräfte der Löschbezirke Münchwies und Furpach verstärkt. Zur Sicherstellung der Versorgung mit Atemschutzgeräten wurde zudem der Gerätewagen-Atemschutz aus Wiebelskirchen angefordert. Während des Einsatzes übernahm das Deutsche Rote Kreuz mit Einheiten aus dem ganzen Landkreis die medizinische Absicherung und die Versorgung der Feuerwehrkräfte. Auch der Neunkircher Oberbürgermeister Jörg Aumann und der Kreisbrandinspekteur Michael Sieslack kamen noch zu später Stunde in die Waldmühlenstraße, um sich über den Einsatzverlauf zu informieren.

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