Riesen Umweltskandal in Bexbach? Bei Rohrarbeiten 6 Menschen verletzt

Bexbach – Gegen 10:30 Uhr wurde der Gefahrstoffzug Saar-Pfalz in Bexbach im Landkreis Homburg in die Strasse „Am Kraftwerk“ gerufen. Die Feuerwehr rückte mit 140 Mann an, nachdem sechs Kanalarbeiter über massive Atemwegsreizungen geklagt hatten.

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Ein Baustellenleiter erklärte: „Die Arbeiter waren an drei Kanalschächten beschäftigt. Hier sollten die Innenrohre mit sogenannten GFK-Inlinern saniert werden. Plötzlich klagten diese über Schwindel und massive Kreislaufprobleme“.

Laut Einsatzleitung der Feuerwehr wurden die Arbeiter direkt vor Ort von Notärzten behandelt und in nahegelegene Kliniken gebracht.

Erste Messungen vor Ort ergaben den Austritt eines Gases, das bislang noch nicht näher bestimmt werden konnte. Das Landesumweltamt ist in weitere Untersuchungen eingeschaltet.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Feuerwehr hierher ausrücken musste. Bereits vor etwa zwei Jahren gab es einen Austritt in der Kanalisation, bei dem die gesamte Kleidung der Feuerwehrleute kontaminiert wurde. Damals musste die Ausrüstung im Wert von etwa 10.000 Euro entsorgt werden.

Ein Polier erklärte: „Hier liegen Abwasserrohe, die unter normalen Voraussetzungen etwa 80 Jahre lang ihren Zweck erfüllen sollen. Doch die hier vorhandenen Rohre sind mittlerweile etwa nur 30 Jahre alt und regelrecht durchgeätzt.“ Durch die mehrere Zentimeter dicken Stahlbetonrohre kann man in der normal wasserführenden Rinne komplett durchschauen. Unklar, welche und wieviel Flüssigkeit hier direkt ins Erdreich gelangte.

Ein Baustellenleiter fordert nun genaue Untersuchungen, was hier in die Kanalisation eingeleitet wurde. Tatsächlich sei das Problem schon länger bekannt aber anscheinend nicht näher untersucht worden.

Im Industriegebiet befinden sich zwei grössere Unternehmen, die mit dem Abwassernetz verbunden sind. Eine Firma produziert konzentrierte Fischöle für die Pharma-Industrie, eine andere Firma chemische und pharmazeutische Stoffe.

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