Kaninchen bei Sommerhitze in Transportbox in Bexbach ausgesetzt
Bexbach-Höchen – Ein Spaziergang mit dem Hund endete für ein Mitglied des Tiernotruf Saarland e.V. am Dienstagnachmittag (19.08.2025) in einem Schockmoment. Im Waldstück zwischen Höchen und Münchwies stieß die Tierschützerin auf eine verschmutzte Transportbox, die zunächst wie achtlos weggeworfen wirkte. Doch dann war ein leises, verzweifeltes Wimmern zu hören.
Beim Öffnen der Kiste offenbarte sich das ganze Ausmaß: Darin lag ein Kaninchen, bei über 35 Grad Außentemperatur, völlig ohne Futter oder Wasser. Das Tier war stark dehydriert und befand sich in einem lebensbedrohlichen Zustand. „Wir kämpfen aktuell um das Leben dieses Kaninchens. Die Bilder, die sich uns vor Ort boten, sind kaum in Worte zu fassen“, erklärte Vereinsvorsitzender Thorsten Jochum. Das Kaninchen wurde sofort gesichert und medizinisch versorgt.
Das Aussetzen eines Tieres ist kein Bagatelldelikt. Nach § 3 des Tierschutzgesetzes ist es verboten, ein Tier auszusetzen oder zurückzulassen, wenn es dadurch in Gefahr gerät. Wer dies dennoch tut, riskiert empfindliche Strafen. Im vorliegenden Fall wurde nach Ansicht des Vereins bewusst in Kauf genommen, dass das Tier qualvoll sterben könnte.
Der Tiernotruf Saarland e.V. bittet die Bürger dringend um Mithilfe. Wer die Transportbox wiedererkennt oder Hinweise auf den Halter geben kann, wird gebeten, sich bei jeder Polizeidienststelle zu melden.
„Wir sind erschüttert, wie grausam und gewissenlos manche Menschen handeln“, so Jochum weiter. „Tiere sind fühlende Lebewesen – sie so zu behandeln, ist ein Verbrechen. Wir hoffen, dass wir dieses Kaninchen retten können und dass der Täter zur Verantwortung gezogen wird.“ JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



