Audi kracht durch Fußgängerzone: Schwerer Unfall in Lebach – Mann schwerstverletzt

Für diesen Artikel liegt ein trauriges Update vom 29. November 2025 – 8:20 Uhr vor (hier klicken)


Ursprüngliche Nachricht vom 28. November 2025 – 14:04 Uhr: Lebach – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Ein spektakulärer und schwerer Verkehrsunfall hat am späten Freitagvormittag (28. November 2025) das Stadtzentrum von Lebach erschüttert. Gegen 11:50 Uhr raste ein Audi Q5 aus noch ungeklärter Ursache vom Kreisverkehr in der Marktstraße bergauf und kam von der Fahrbahn ab. Statt auf der Straße zu bleiben, fuhr der Wagen auf den Gehweg und hinterließ auf mehreren Metern eine Schneise der Verwüstung.

Zuerst kollidierte der SUV mit einem Baum am Straßenrand, der durch die Wucht des Aufpralls abknickte. Wenige Meter weiter riss das Fahrzeug eine Fußgängerampel samt Mast um, beschädigte eine Bank sowie einen Mülleimer und schleuderte weiter Richtung parkender Fahrzeuge. Der Audi hob über die Motorhaube eines VW Golf ab und prallte anschließend gegen zwei weitere Fahrzeuge – einen Mercedes GLB 200 und einen VW Touran. Die Schäden ziehen sich bis in den ersten Stock eines angrenzenden Gebäudes: Dort sind deutlich Spuren des Aufpralls zu sehen, die zeigen, wie weit das Fahrzeug durch die Luft katapultiert wurde.

Schließlich kam der Wagen erst an der Fassade zweier Geschäfte zum Stehen – einem Versicherungsbüro und einem Kunsthandel. Auf dem Gehweg blieben verstreute Lebensmittel zurück: Tomaten, Baguettes, Kartoffeln und Joghurt liegen verteilt zwischen Glasscherben und Fahrzeugteilen. Sie gehören mutmaßlich einem Fußgänger, der im Unfallgeschehen erfasst wurde.

Der Fahrer des Audi – ein 82-Jähriger aus dem Landkreis – erlitt schwerste Verletzungen und schwebt nach Angaben der Polizei in Lebensgefahr. Der Fußgänger wurde ebenfalls schwer verletzt. Noch bevor Rettungsdienst und Feuerwehr eintrafen, reagierten Passanten schnell und mutig: Sie holten den Fahrer aus dem demolierten Fahrzeug und begannen sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Einsatzkräfte setzten die Reanimation fort und brachten den Mann später in eine Klinik.

Ein Gutachter wurde beauftragt, die Unfallstelle zu untersuchen und den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Das abgerissene Vorderrad des Unfallwagens wurde mehrere Meter weiter bergauf gefunden, was auf extreme Kräfte beim Aufprall hindeutet. Die Schadenssumme liegt nach ersten Einschätzungen im Bereich mehrerer zehntausend Euro.

Die Polizei sperrte den Bereich für mehrere Stunden. Zur Unfallursache gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse – ein medizinischer Notfall wird nicht ausgeschlossen. Die Ermittlungen laufen. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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