Schussabgabe sorgt für Polizeieinsatz am Flughafen Saarbrücken
Saarbrücken – Am Mittwochabend (10. Dezember 2025) herrschte rund um den Flughafen Saarbrücken-Ensheim ungewöhnlich viel Bewegung: Zahlreiche Einsatzfahrzeuge von Bundes- und Landespolizei rückten gegen 21.30 Uhr an, nachdem ein Anwohner einen Knall gemeldet hatte, der eindeutig wie ein Schuss wirkte.
Die Meldung führte dazu, dass das Areal um den Airport großflächig kontrolliert wurde. Für die Einsatzkräfte galt zunächst: Es könnte eine Gefahrensituation vorliegen. Bei der Durchsuchung des Geländes stießen Beamte der Bundespolizei schließlich an einem Flughafentor tatsächlich auf ein Projektil.
Dieser Fund bestätigte, dass sich in unmittelbarer Nähe der Airport-Infrastruktur ein Schuss entladen hatte – ein Umstand, der nach ersten Annahmen durchaus ein Sicherheitsrisiko bedeuten konnte. Aus Vorsicht wurde das Flughafengelände zeitweise abgeriegelt, Passagiere eines gerade gelandeten Fluges mussten im Gebäude verbleiben und konnten das Terminal vorerst nicht verlassen.
Im Laufe der Ermittlungen ergab sich jedoch ein völlig anderes Bild: Wie sich herausstellte, stammte das Projektil nicht aus einer sicherheitsrelevanten Situation, sondern aus einer regulären Jagd, die in einiger Entfernung zum Flughafen stattfand. Ein Jäger hatte demnach auf einen Fuchs geschossen, das Geschoss prallte jedoch ab und wurde zum Querschläger, der schließlich das Tor des Flughafens traf. Diese unerwartete Flugbahn löste letztlich den umfangreichen Polizeieinsatz aus.
Kurz vor Mitternacht konnte der Einsatz beendet werden, nachdem alle Bereiche rund um den Flughafen erneut überprüft worden waren. Die Passagiere durften mit deutlicher Verspätung nach Hause, und die Einsatzkräfte rückten ab. Jagdaktivitäten im betreffenden Gebiet sind laut Polizei grundsätzlich erlaubt – dennoch hat der Vorfall gezeigt, welche Konsequenzen ein einzelner Fehlschuss in sensibler Umgebung haben kann. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



