Abendliche Zollkontrolle bei Nennig: Einfuhren aus Luxemburg im Fokus

Nennig – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitrags) Am Grenzübergang zwischen dem saarländischen Nennig und dem luxemburgischen Remich hat der Zoll am Dienstagabend (10. März 2026) eine Kontrolle durchgeführt.

Viele Autofahrer nutzen die deutlich günstigeren Spritpreise im Nachbarland: Während Super dort zwischen etwa 1,56 und 1,65 Euro pro Liter kostet, liegen die Preise an Saarbrücker Tankstellen bei über zwei Euro. Dadurch lässt sich pro Liter rund ein halber Euro sparen.

Neben den üblichen Einfuhrmengen von Zigaretten, Alkohol oder Bargeld nahmen die Beamten auch mitgeführte Reservekanister unter die Lupe. Wichtig dabei: Bei der Einreise nach Deutschland sind maximal 20 Liter Kraftstoff in einem Reservekanister pro Fahrzeug erlaubt. Außerdem muss der Kraftstoff zum Fahrzeug passen – bei einem Dieselauto darf beispielsweise kein Benzin im Kanister transportiert werden.

Gleich zu Beginn der Kontrolle wurden zwei Autofahrer mit jeweils einem zusätzlichen gefüllten 20-Liter-Kanister erwischt. Sie mussten rund 13 Euro Einfuhrsteuer bezahlen. Da beide den zusätzlichen Kanister bei der Befragung direkt angegeben hatten, verzichtete der Zoll auf weitere Sanktionen.

Ein Autofahrer erklärte, er sei einer Fehlinformation an der Tankstelle gefolgt und habe deshalb zwei Kanister mitgenommen. Trotz der Steuer blieb für ihn dennoch ein deutlicher Preisvorteil durch das Tanken im Nachbarland. Die mobile Kontrolle endete gegen 22 Uhr.

Laut Hauptzollamt Saarbrücken handelte es sich überwiegend um kleinere Verstöße mit jeweils rund 20 Litern zu viel eingeführtem Kraftstoff. 

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