Mehr Sicherheit im saarländischen ÖPNV – DIESE Maßnahmen sollen kommen
Saarbrücken – Im saarländischen Verkehrsministerium hat am 11. März ein Runder Tisch zum Thema „Sicherheit im öffentlichen Personennahverkehr“ (ÖPNV) stattgefunden. An dem Treffen nahmen neben Mobilitätsministerin Petra Berg auch Vertreter der Bundes- und Landespolizei, der Deutschen Bahn, der DB Regio, regionaler Verkehrsbetriebe sowie Gewerkschaften und Personalvertretungen teil. Anlass für den Austausch war ein tödlicher Angriff auf einen Zugbegleiter im Regionalverkehr Anfang Februar.
Bei dem Gespräch ging es darum, mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit für Beschäftigte im Bahn- und Nahverkehr zu diskutieren. Ministerin Berg betonte, dass Übergriffe auf Beschäftigte im öffentlichen Verkehr nicht akzeptabel seien und gemeinsam nach Lösungen gesucht werden müsse. Sicherheit könne nur durch eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure dauerhaft gewährleistet werden.
Ein zentraler Punkt der Diskussion war ein Aktionsplan, der Mitte Februar bei einem Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin beschlossen worden war. Dieser sieht unter anderem vor, dass Mitarbeiter mit Kundenkontakt auf Wunsch mit Bodycams und zusätzlicher Schutzausrüstung ausgestattet werden können. Außerdem sollen mehr Sicherheitskräfte an Bahnhöfen eingesetzt, die Videoüberwachung ausgeweitet und Schulungen für Beschäftigte verstärkt werden. Auch die Zusammenarbeit mit der Bundespolizei soll intensiviert werden.
Darüber hinaus sind auch die Bundesländer als Aufgabenträger für den Schienenpersonennahverkehr gefragt. Geplant ist, Modelle zu unterstützen, die eine stärkere Personalpräsenz in Zügen ermöglichen – etwa durch Doppelbesetzungen von Zugbegleitern oder kombinierte Teams aus Kundenbetreuern und Sicherheitskräften. Die Ergebnisse der Gespräche sollen auch auf der kommenden Verkehrsministerkonferenz weiter beraten werden. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



