Großer Bahnhof für kleine Gäste: Feuerwehr rettet Entenfamilie am Landtag
Saarbrücken – (Von unserem Reporter Thorsten Kremers – Bildergalerie am Ende des Beitras) Politik kann manchmal eine ziemlich trockene Angelegenheit sein, doch ein aufmerksamer Mitarbeiter des saarländischen Landtags staunte am Dienstagmittag beim Blick aus dem Fenster nicht schlecht, als sich eine tierische Eskorte ankündigte. Eine Entenmutter hatte (9. Juni 2026) beschlossen, mit ihrem Nachwuchs den heimischen Saarufern zu entfliehen und stattdessen die Franz-Josef-Röder-Straße unsicher zu machen.
Unbeeindruckt vom dichten Berufsverkehr spazierte die Großfamilie seelenruhig zwischen der viel befahrenen Straße und der saftigen Wiese direkt neben dem Parlamentsgebäude hin und her – ein absolut lebensgefährlicher Ausflug. Da verkehrserzieherische Maßnahmen bei Federvieh bekanntlich selten fruchten, rückte die Berufsfeuerwehr Saarbrücken mit ihren erfahrenen Tierrettern an.
Die flauschigen Küken ließen sich ohne großen Widerstand in Gewahrsam nehmen, doch die Enten-Mama dachte gar nicht daran, sich so einfach einsacken zu lassen. Es folgte ein rund einstündiges, federreiches Geduldsspiel, bei dem die gefiederte Dame den Einsatzkräften zeigte, wer hier die Hosen – oder besser gesagt das Gefieder – anhat.
Schließlich entschieden die Retter, die vier Küken vorab zum Saarufer zu bringen, um die Familienzusammenführung an sicherer Stelle zu vollziehen. Und der Plan ging auf: Kaum am Wasser angekommen, nahm Mama Ente die Verfolgung auf. Mit einem eleganten Überflug über die Franz-Josef-Röder-Straße und die Autobahn A620 steuerte sie zielsicher ihre Sprösslinge an.
Am Ende hieß es am Saar-Ufer: Familie wieder vereint, Aufregung vorbei. Oder wie man in Saarbrücken sagt: Ente gut, alles gut! JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)










