Saar-Ministerpräsidentin Anke Rehlinger reist in die Ukraine

Saarbrücken / Ukraine – Die saarländische Ministerpräsidentin und Bundesratsvizepräsidentin Anke Rehlinger ist am Dienstagmorgen in der Ukraine eingetroffen. Am Bahnhof in Kiew wurde sie vom ukrainischen Parlamentspräsidenten Ruslan Stefantschuk empfangen. Rehlinger nimmt an der internationalen Butscha-Konferenz teil und vertritt dort den Bundesrat stellvertretend für Andreas Bovenschulte.

Die Konferenz findet am Jahrestag der Befreiung der Stadt Butscha statt und bringt Vertreter zahlreicher europäischer Parlamente zusammen. Im Mittelpunkt stehen das Gedenken an die Opfer sowie die politische Einordnung der Ereignisse. Neben einer gemeinsamen Erklärung ist auch eine Gedenkzeremonie geplant. Rehlinger will im Rahmen des Treffens eine Rede halten.

Im Vorfeld betonte sie die weiterhin angespannte Lage in der Ukraine und warnte davor, die Kriegsverbrechen aus dem Blick zu verlieren. Russland setze seine Angriffe auf die zivile Infrastruktur fort und nehme gezielt die Energieversorgung ins Visier. Die internationale Präsenz in Butscha sei daher ein wichtiges Zeichen der Solidarität und unterstreiche zugleich, dass es in der Ukraine auch um die Verteidigung europäischer Werte gehe.

Die Stadt Butscha gilt seit 2022 als Symbol für die Gräueltaten im russischen Angriffskrieg. Nach dem Abzug russischer Truppen wurden dort zahlreiche getötete Zivilisten entdeckt, insgesamt wurden mehr als 450 Opfer dokumentiert. Die Ukraine und viele westliche Staaten bewerten die Ereignisse als Kriegsverbrechen. Bis heute steht Butscha stellvertretend für das Leid der Zivilbevölkerung und das internationale Gedenken. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

Ähnliche Artikel

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"

Werbeblock erkannt

Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie Ihren Werbeblocker deaktivieren