Ärzte warnen: Überdurchschnittlich viele Windpockenfälle im Saarland

Im Saarland sind in den ersten Monaten des Jahres deutlich mehr Windpocken-Erkrankungen registriert worden als üblich. Nach aktuellen Daten wurden bis Anfang April bereits mehrere Dutzend Fälle gemeldet – ein auffällig hoher Wert im Vergleich zu den vergangenen Jahren. Fachleute sehen darin zwar auch typische Schwankungen bei Virusinfektionen, warnen jedoch vor den möglichen Risiken der Erkrankung.

Windpocken gelten häufig als klassische Kinderkrankheit, verlaufen aber nicht immer harmlos. In Einzelfällen kann es zu Komplikationen kommen, etwa durch zusätzliche Infektionen, die eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich machen. Mediziner weisen zudem darauf hin, dass die Krankheit auch bei Kindern ernsthafte Folgen haben kann, wenn auch selten.

Deutlich problematischer ist eine Infektion im Erwachsenenalter. Wer sich erst später ansteckt, muss häufiger mit schweren Verläufen rechnen. Auch nach einer überstandenen Erkrankung bleibt das Virus im Körper und kann Jahre später erneut aktiv werden. Dann kann es zu einer Gürtelrose kommen, die mit starken Schmerzen und weiteren gesundheitlichen Risiken verbunden ist.

Ärzte empfehlen daher, frühzeitig auf den Impfschutz zu achten. Die Impfung im Kindesalter gilt als wirksame Maßnahme, um schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und langfristig auch das Risiko für spätere Folgeerkrankungen zu reduzieren. Auch für ältere Menschen steht eine spezielle Impfung gegen Gürtelrose zur Verfügung, um mögliche Komplikationen zu vermeiden. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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