
Explosion von Völklingen: Ermittler geben neue Einblicke zum Verdächtigen
Völklingen – Mehr als eine Woche nach der tödlichen Explosion in Völklingen haben die Ermittlungsbehörden weitere Details zum Tatverdächtigen bekannt gemacht. Wie aus einem Bericht des Saarländischen Rundfunks (SR) hervorgeht, dauern die Untersuchungen zur genauen Zusammensetzung des verwendeten Sprengstoffs weiterhin an. Auch zu einem möglichen Motiv äußert sich die Staatsanwaltschaft derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.
Der 45-jährige Deutsche, gegen den laut Staatsanwaltschaft ein dringender Tatverdacht besteht, befindet sich aktuell in Untersuchungshaft. Das zuständige Gericht hatte Haftbefehl unter anderem wegen Mordes sowie mehrfachen versuchten Mordes erlassen. Im Zuge der Ermittlungen wurden nun auch frühere polizeiliche Erkenntnisse zu dem Mann bekannt.
Demnach war der Tatverdächtige bereits vor einigen Jahren im Zusammenhang mit illegaler Pyrotechnik aufgefallen. Bei einer damaligen Durchsuchung sollen laut Staatsanwaltschaft verschiedene Chemikalien sowie Gegenstände sichergestellt worden sein, die zur Herstellung oder zum Einsatz von pyrotechnischen Erzeugnissen geeignet sind. Zudem wurden illegale Böller und Raketen gefunden. Nach SR-Informationen könnten entsprechende Substanzen zuvor über das Internet beschafft worden sein.
Unterdessen ist die Lage für mehrere Opfer weiterhin ernst. Drei der Verletzten befinden sich nach wie vor in stationärer Behandlung, zwei von ihnen schweben weiterhin in Lebensgefahr. Nach derzeitigen Ermittlungen wird als möglicher Hintergrund ein Zusammenhang mit einem Drogengeschäft geprüft. Demnach könnte sich in einem übergebenen Paket statt der erwarteten Substanzen ein Sprengsatz befunden haben, der beim Öffnen detoniert sein soll. Die Ermittlungen dauern an. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



