1,2 Millionen Euro für Hochrisikospiele: DPolG fordert Kostenbeteiligung der Veranstalter

Saarbrücken/Hamburg – Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Saarland fordert die Innenministerinnen und Innenminister der Länder auf, die Kostenbeteiligung von Veranstaltern bei Hochrisikospielen im Profifußball endlich verbindlich zu regeln.

Hintergrund ist ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Januar 2025, das eine Kostenbeteiligung grundsätzlich ermöglicht. „Die Innenministerkonferenz darf das Thema nicht erneut vertagen. Die rechtlichen Voraussetzungen sind geschaffen, jetzt braucht es politische Entscheidungen“, erklärt DPolG-Landesvorsitzender Markus Sehn.

Die Gewerkschaft verweist auf mehr als 1,2 Millionen Euro, die das Saarland seit 2023 für Unterstützungskräfte anderer Bundesländer und der Bundespolizei bei Hochrisikospielen aufbringen musste. Gleichzeitig fehle es häufig an Geld für Personal, Beförderungen und die Ausstattung der Polizei.

Die DPolG fordert deshalb eine bundesweit einheitliche Regelung zur Kostenbeteiligung der Veranstalter. „Die Polizei wird auch künftig die Sicherheit gewährleisten. Die Frage ist jedoch, wer die außergewöhnlichen Zusatzkosten tragen soll. Aus unserer Sicht kann die Antwort nicht dauerhaft ausschließlich die Allgemeinheit sein“, so Sehn. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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