Per Haftbefehl gesucht: Mann und Frau bei Grenzkontrollen festgenommen

Perl / Saarbrücken – Die Bundespolizei hat am Donnerstag (30. Juli 2026) im Saarland gleich zwei per Haftbefehl gesuchte Personen festgenommen. Beide konnten ihre offenen Geldstrafen nicht bezahlen und mussten deshalb ihre Ersatzfreiheitsstrafen in einer Justizvollzugsanstalt antreten.

Gegen 15:50 Uhr kontrollierten Beamte der Bundespolizei im Rahmen der vorübergehend eingeführten Binnengrenzkontrollen einen 32-jährigen gambischen Staatsangehörigen am Grenzübergang der A8 im Moseltal an der Grenze zu Luxemburg. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass gegen den Mann gleich zwei Haftbefehle vorlagen.

Einer der Haftbefehle war wegen einer nicht bezahlten Geldbuße von 500 Euro erlassen worden. Da diese nicht beglichen wurde, war eine Erzwingungshaft von 20 Tagen angeordnet. Zudem bestand ein weiterer Haftbefehl wegen eines fahrlässigen Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz. Hier lag eine Geldstrafe von 4.800 Euro zugrunde, ersatzweise waren 60 Tage Freiheitsstrafe vorgesehen.

Da der 32-Jährige weder die Geldbuße noch die Geldstrafe bezahlen konnte, vollstreckten die Bundespolizisten beide Haftbefehle. Anschließend wurde er zur Verbüßung der insgesamt 80 Tage in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Nur rund anderthalb Stunden später, gegen 17.30 Uhr, kontrollierten Bundespolizisten in Saarbrücken eine 29-jährige französische Staatsangehörige. Auch bei ihr ergab die Überprüfung im Fahndungssystem einen offenen Haftbefehl. Die Frau war wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis zu einer Geldstrafe von 1.800 Euro verurteilt worden.

Da sie den Betrag ebenfalls nicht bezahlen konnte, musste auch sie ihre 30-tägige Ersatzfreiheitsstrafe antreten und wurde von der Bundespolizei in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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