Dreimal Fehlalarm in 24 Stunden: Homburger Feuerwehr spricht von „Sauerei“
Homburg – Gleich drei Mal innerhalb von nur 24 Stunden mussten Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst zu Einsätzen in die Saar-Pfalz-Straße nach Jägersburg ausrücken – und jedes Mal stellte sich heraus: Es handelte sich um einen böswillig ausgelösten Alarm.
Wie die Feuerwehr Homburg mitteilt, wurden die Einsatzkräfte jeweils mit unterschiedlichen Einsatzstichworten alarmiert. Vor Ort fanden sie jedoch keine Notlage vor. Stattdessen gehen die Behörden von vorsätzlich falschen Alarmierungen aus.
Die Feuerwehr zeigt sich über das Verhalten deutlich verärgert. „Ein schlechter Scherz ist das nicht mehr, sondern eine Sauerei und eine Straftat dazu“, heißt es in einer Stellungnahme.
Nach Angaben der Feuerwehr waren bei den drei Einsätzen insgesamt mehr als 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst gebunden. Alle Fahrzeuge rückten mit Blaulicht an, wodurch auch andere Verkehrsteilnehmer einem erhöhten Risiko ausgesetzt waren. Zudem mussten zahlreiche ehrenamtliche Feuerwehrleute ihre Familien oder Arbeitsplätze verlassen, um Hilfe zu leisten.
Besonders kritisch sehen die Einsatzkräfte die Auswirkungen auf den eigentlichen Bevölkerungsschutz. Während Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei bei den Fehlalarmen gebunden waren, hätten sie an anderer Stelle für echte Notfälle fehlen können.
Die Feuerwehr betont, dass sie bei jeder Alarmierung unverzüglich ausrücke und Hilfe leiste, wo sie benötigt werde. Der Missbrauch von Notrufen sei jedoch kein Kavaliersdelikt, sondern gefährde im schlimmsten Fall Menschenleben.
Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Wer hinter den wiederholten Fehlalarmen steckt, ist derzeit noch unklar. Auf den Verursacher könnten strafrechtliche Konsequenzen zukommen, da der Missbrauch von Notrufen in Deutschland strafbar ist. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)



