Großbrand auf landwirtschaftlichem Anwesen in Heusweiler – Rund 90 Einsatzkräfte im Großeinsatz
Heusweiler-Bietschied – Ein Brand auf einem landwirtschaftlichen Anwesen hat am Sonntagmittag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Gegen 12 Uhr wurden die Einsatzkräfte mit dem Stichwort „Werkstatt in Halle“ nach Heusweiler-Bietschied alarmiert. Rund 90 Feuerwehrleute aus mehreren Löschbezirken waren stundenlang im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen und ein Übergreifen des Feuers zu verhindern.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte stand der Werkstattbereich innerhalb einer etwa 30 mal 60 Meter großen Halle bereits in Flammen. Das Feuer hatte sich bis in den Dachbereich ausgebreitet, sodass Flammen aus der Dachkonstruktion schlugen. Neben der rund 25 Quadratmeter großen Werkstatt befanden sich in der Halle außerdem zwei Getreidesilos. Da sich keine Menschen in Gefahr befanden, konzentrierten sich die Einsatzkräfte zunächst darauf, den Brand einzudämmen und ein Ausbreiten auf die umliegenden Gebäude sowie die aufgrund der Trockenheit besonders gefährdete Vegetation zu verhindern.
Dieses Ziel wurde schnell erreicht. Die Feuerwehr konnte sowohl ein Übergreifen auf benachbarte Bereiche als auch eine weitere Ausbreitung innerhalb der Halle verhindern. Nach Angaben der Einsatzkräfte kam ihnen dabei zugute, dass die Halle nicht vollständig gefüllt war. Dennoch gestalteten sich die Löscharbeiten im Werkstattbereich sowie an der Dachkonstruktion schwierig. Immer wieder flammten versteckte Glutnester auf und sorgten für kleinere Nachbrände.
Um die letzten Brandherde sicher ablöschen zu können, wurde im weiteren Verlauf des Einsatzes ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks (THW) hinzugezogen. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurde entschieden, Teile der Dachhaut mithilfe von Drehleitern zu öffnen. Da Teile der Dachkonstruktion aus Holz bestanden, war diese aufwendige Maßnahme notwendig, um sämtliche Glutnester freizulegen und ein erneutes Aufflammen des Feuers auszuschließen.
Während des Einsatzes musste zudem die Stromversorgung des Anwesens abgeschaltet werden. Das THW richtete deshalb eine Notstromversorgung ein. Diese war erforderlich, da auf dem Hof in Kürze rund 6.000 Legehennen eintreffen sollen, deren Versorgung sichergestellt werden muss.
Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Während das eigentliche Feuer vergleichsweise schnell unter Kontrolle gebracht werden konnte, zogen sich die umfangreichen Nachlöscharbeiten noch über mehrere Stunden hin. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Heusweiler, Riegelsberg und Püttlingen mit insgesamt rund 90 Kräften. Unterstützt wurden sie von der Polizei, dem Rettungsdienst, der die Einsatzkräfte absicherte, sowie dem Technischen Hilfswerk mit einem Baufachberater und einem Fachzug. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)





















