Deutschlandticket wird schon wieder teurer – so viel zahlen Saarländer ab Januar

Saarbrücken – Aus dem einstigen 49-Euro-Ticket wird langsam ein echtes 800-Euro-Abo: Zum 1. Januar 2027 steigt der Preis des Deutschlandtickets erneut. Statt bislang 63 Euro werden künftig 66,80 Euro pro Monat fällig. Wer das Ticket ein komplettes Jahr nutzt, zahlt damit erstmals 801,60 Euro.

Die Entwicklung ist deutlich: Als das Deutschlandticket 2023 eingeführt wurde, kostete es noch 49 Euro monatlich. 2025 stieg der Preis auf 58 Euro, 2026 auf 63 Euro – jetzt folgt der nächste Sprung. Innerhalb von vier Jahren verteuert sich das bundesweit gültige Nahverkehrsticket damit um 17,80 Euro pro Monat beziehungsweise rund 36 Prozent.

Auch junge Menschen im Saarland müssen ab Januar tiefer in die Tasche greifen. Das Junge-Leute-Ticket steigt von 44,40 auf 48,20 Euro monatlich. Dass es nicht ebenfalls 66,80 Euro kostet, liegt am Saarland: Die Landesregierung bezuschusst jedes dieser Tickets weiterhin mit 18,60 Euro pro Monat. Mobilitätsministerin Petra Berg betont deshalb, bezahlbare Tickets und ein besseres Angebot müssten zusammengehören.

Für Berufstätige ändert sich ebenfalls etwas. Beim Deutschland-Jobticket werden ab Januar maximal 46,76 Euro monatlich fällig, sofern der Arbeitgeber mindestens 25 Prozent des Ticketpreises übernimmt. Zusätzlich gewähren die Verkehrsunternehmen dann fünf Prozent Rabatt. Bislang liegt der maximale Preis bei 44,10 Euro.

Studierende kommen zunächst noch um die Erhöhung herum. Das Deutschland-Semesterticket kostet aktuell umgerechnet 37,80 Euro im Monat. Wegen des notwendigen Vorlaufs steigt der Preis erst zum Wintersemester 2027/28 auf 40,08 Euro. Und zumindest an einigen Tagen wird Bus- und Bahnfahren im Saarland sogar komplett kostenlos: An den Adventssamstagen will das Land den gesamten ÖPNV ohne Ticket nutzbar machen.

Neu ist auch der Mechanismus hinter der Preiserhöhung. Künftig soll nicht mehr jedes Jahr aufs Neue politisch um einen Preis gerungen werden. Ein von Bund und Ländern vereinbarter Preisindex berücksichtigt unter anderem Personal-, Energie- und allgemeine Kosten der Verkehrsunternehmen. Er soll jährlich über die weitere Entwicklung des Deutschlandticket-Preises entscheiden.  Ab 2028 soll zusätzlich eine positive Entwicklung der Fahrgastzahlen den Preisanstieg dämpfen können. Für Fahrgäste bedeutet das allerdings auch: Die 66,80 Euro müssen nicht das Ende der Fahnenstange sein.

Mit dem Deutschlandticket können Fahrgäste bundesweit Busse, Straßenbahnen sowie Regional- und Nahverkehrszüge nutzen – unabhängig davon, in welchem Verkehrsverbund sie unterwegs sind. Für Fernverkehrszüge wie ICE, IC und EC gilt das Deutschlandticket grundsätzlich nicht. JETZT den neuen Blaulichtreport Saarland WhatsApp-Kanal abonnieren und IMMER DIREKT auf dem Laufenden bleiben (hier klicken)

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